«Man kann sich auf uns verlassen»

ALTSTÄTTEN. An die 300 Männer und auch einige Frauen leisten im Oberrheintal Feuerwehrdienst. Gestern tagte die Delegiertenversammlung des Rheintalischen Feuerwehrverbands in Altstätten und zog Bilanz für das vergangene Jahr.

Max Tinner
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225 Einsätze bewältigten die Feuerwehren im Oberrheintal im letzten Jahr. Im Schnitt kamen 16 Einsatzstunden pro Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau zusammen, rechnete Hans Städler, Präsiden des Rheintalischen Feuerwehrverbands an der Delegiertenversammlung gestern im Gasthaus Ziel ob Altstätten vor.

Brände, Wasser und Sturm

2009 waren es deutlich mehr, nämlich durchschnittlich 21,43 Stunden. Damals hatte das Unwetter in Eichberg, Hub und Hard die Einsatzstunden hochgetrieben. Von 2010 bleiben vor allem die Brände in Rebstein, Oberriet und Montlingen in Erinnerung, aber auch die vom Föhnsturm auseinander gerissene Rhema-Zeltstadt auf der Altstätter Allmend vor gerade etwa einem Jahr. Die 225 Einsätze verteilten sich auf 38 Brandeinsätze, 28 Einsätze nach Alarmauslösung durch eine Brandmeldeanlage, 45 Elementarereignis-Einsätze, 12 Chemie- oder Ölwehreinsätze und 12 Verkehrseinsätze. Einmal rückte eine Feuerwehr nach einem böswillig ausgelösten Alarm aus, 81mal wurden verschiedene Hilfeleistungen erbracht und achtmal leisteten die Feuerwehren einer Nachbarfeuerwehr Hilfe.

Insgesamt gehörten den Feuerwehren Rebstein-Marbach, Altstätten-Eichberg, Oberriet und Rüthi-Lienz, welche den Rheintalischen Feuerwehrverband ausmachen, 299 Feuerwehrleute an. Aktuell sind es fünf weniger.

Nicht selbstverständlich

Sie alle verdienten grössten Dank und höchste Anerkennung, betonte Andrea Schöb vom kantonalen Feuerwehrverband. Es sei alles andere als selbstverständlich, dass man seine Freizeit der Allgemeinheit opfere.

Sechs Feuerwehrleute wurden gestern für ihre langjährigen Dienste besonders geehrt: Elmar Plangger, Norbert Loher und Niklaus Loher, alle von der Feuerwehr Oberriet, für 25 Jahre, Werner Ritter, Fourier bei der Feuerwehr Rebstein-Marbach, für 27 Jahre, sowie René Zwygart, Feuerwehr Rebstein-Marbach, und Peter Wüst, Feuerwehr Oberriet, für je 31 Jahre.

Wichtige Ausbildung

Hans Städler dankte aber auch den Gemeinden, welche durch ihre Beiträge Ausrüstung und Ausbildung der Feuerwehren erst ermöglichten. Die Ausbildung ist denn auch die Hauptaufgabe des Rheintalischen Feuerwehrverbands. Auch letztes Jahr wurden Einführungskurse für neu Eingeteilte und für angehende Maschinisten durchgeführt, weiter Kaderausbildungen sowohl für Unteroffiziere als auch für Offiziere. Vor allem bei den Einführungskursen wird zunehmend mit dem benachbarten Unterrheintaler Verband zusammengearbeitet.

Neu als Instruktoren wirken Stefan Kläui von der Feuerwehr Rebstein-Marbach sowie Daniel Keel und Peter Keel von der Feuerwehr Altstätten-Eichberg. Eine gute Ausbildung der Feuerwehrleute sei wichtig, betonte Hans Städler: «Unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger sollen sich auf ihre Feuerwehr verlassen können.»