Maliqi & Co. im Torrausch

Gegen Linth gelingt Aufsteiger St. Margrethen beim 5:3 der erste Saisonsieg. Liridon Maliqi schoss 3 Tore.

Roberto De Nardin
Drucken
Teilen

FUSSBALL. Erneut musste St. Margrethen früh einem Rückstand hinterherlaufen: Nach einem Freistoss von links gelang Linths Captain Daniel Feldmann nach nur sechs Minuten das erste Tor für die Gäste.

Es dauerte diesmal aber nicht lange, bis die Gastgeber reagierten: Nach einem herrlichen Doppelpass mit Maliqi versenkte Spielgestalter Abazi den Ball eiskalt an Torhüter Fritschi vorbei zum Ausgleich. Damit nahm die Partie richtig an Fahrt auf. Praktisch im Gegenzug hatten die St. Margrether Glück: Wieder wurde ein Glarner mit dem Kopf gefährlich, diesmal knallte der Ball aber an die Latte.

Erste Maliqi-Tore – erster Sieg

Was danach folgte, war die Geschicht dieser Partie: Liridon Maliqi, letzte Saison 16-facher Torschütze, hatte in den ersten drei Spielen dieser Spielzeit noch nicht getroffen. Nun entdeckte er seine Torjägerqualitäten mit drei Toren zwischen der 30. und der 65. Minute wieder. Mit den ersten beiden herrlichen Treffern brachte Maliqi seine Mannschaft bis zur Pause mit 3:1 in Führung. Dem ersten Tor waren zwei Abschlussversuche von Memeti vorausgegangen, vor dem 3:1 konnte Maliqi den Ball gekonnt stoppen. Und mit einem satten Schuss aus 20 Metern zeigte er eine weitere Facette seines Repertoires. Zwischen den beiden Toren flog ein Glarner wegen groben Foulspiels vom Platz.

Nach einem etwas bedächtigen Wiederbeginn gelang Maliqi mit seinem dritten Streich nach über einer Stunde die scheinbare Entscheidung: Herrlich angespielt von Memeti schob er den Ball frech am Schlussmann vorbei in die entfernte Ecke.

Fast 4:1-Vorsprung verspielt

Danach meinten die Rheintaler offenbar, nicht mehr spielen zu müssen. Feldmann bestrafte diese Haltung mit zwei Anschlusstoren für die Gäste. Zuerst verwandelte er einen von Stojanac verursachten Handspenalty, danach profitierte er von einem Luftloch eines St. Margrether Verteidigers.

Darauf ging das Zittern auf der Bank los – vom Trainer bis zum Masseur. Erst in der Nachspielzeit erlöste der eingewechselte Valdon Axhija seine Kollegen nach einem perfektem Konterspiel, als er allein vor dem Torhüter den Ball cool ins Tor schob. Damit stand St. Margrethens erster Sieg endlich fest.