Mängel gibt es praktisch überall

Die Sicherheitsdelegierten der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) der Regionen Rorschach, Ober- und Unterrheintal trafen sich gestern in Kriessern zur Frühjahrs-Schulung.

Kurt Latzer
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Die 15 bfu-Sicherheitsdelegierten präsentierten gestern im Rahmen der Schulung, welche Aspekte bei Gefahrenstellen zu berücksichtigen sind. (Bild: Kurt Latzer)

Die 15 bfu-Sicherheitsdelegierten präsentierten gestern im Rahmen der Schulung, welche Aspekte bei Gefahrenstellen zu berücksichtigen sind. (Bild: Kurt Latzer)

Kriessern. Wie Stefan Meile, bfu- Chef-Sicherheitsdelegierter Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein, gestern sagte, erhalten die 1200 bfu-Sicherheitsdelegierten jedes Jahr eine Weiterbildung.

Neun Geländer-Normen

Die Schulung im Pfarreizentrum stand unter dem Motto «Stop dem Absturz». Anhand verschiedener Beispiele mussten die Teilnehmenden nicht nur Mängel aufzeigen, sondern auch Lösungen präsentieren. Je nach Anlage, Gebäude oder Gelände gelten in der Schweiz allein beim Thema Absturz-Sicherung neun verschiedene Normen. Darin sind nicht nur Höhe und Beschaffenheit eines Geländers festgehalten, sondern viele weitere Faktoren. «Wird eine Brücke nur von sehr wenigen Velofahrern benutzt, so ist ein 100 Zentimeter hohes Geländer ausreichend. Führt aber ein Radweg über die Brücke, so muss es mindestens 120 Zentimeter hoch sein», erklärt Stefan Meile. Je mehr Fallbeispiele auf den Tisch kamen, umso deutlicher wurde, dass sich praktisch in allen Gemeinden diesbezüglich Mängel finden liessen.

Normen oft nicht eingehalten

Weiter zeigte sich, dass zwar viele Normen existieren, diese aber oft nicht eingehalten werden, auch bei Neubauten nicht. Stefan Meile: «Wir haben nur eine beratende Funktion, aber keine Verfügungsgewalt. Die Arbeit eines Sicherheitsdelegierten endet mit der schriftlichen Meldung von Mängeln an die Verantwortlichen.»