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Macht die amerikanische Notenbank im Dezember endlich Ernst?

Anlässlich ihres Treffens vom September entschieden sich die Vertreterinnen und Vertreter der amerikanischen Notenbank gegen eine Leitzinserhöhung. Vor allem die konjunkturelle Situation ausserhalb der Vereinigten Staaten liess sie mit einem Zinsschritt zuwarten.

Anlässlich ihres Treffens vom September entschieden sich die Vertreterinnen und Vertreter der amerikanischen Notenbank gegen eine Leitzinserhöhung. Vor allem die konjunkturelle Situation ausserhalb der Vereinigten Staaten liess sie mit einem Zinsschritt zuwarten. Doch nach dem (letzten) Treffen ist bekanntlich vor dem (nächsten) Treffen. Von den Geldmarktsätzen lässt sich eine Wahrscheinlichkeit von gut 50 Prozent für eine Leitzinserhöhung im Dezember ableiten.

Schon seit Wochen werden schlechte Nachrichten aus der amerikanischen Wirtschaft an den Finanzmärkten mit steigenden Kursen belohnt, gute Nachrichten hingegen mit Kursverlusten quittiert. Erklären lässt sich diese «verkehrte Welt» mit den Folgen der konjunkturellen Entwicklung für die zukünftige Zins- und Geldpolitik der amerikanischen Notenbank.

Seit diese im Dezember vergangenen Jahres ihre Leitzinsen zum ersten Mal seit Ausbruch der Finanzkrise der Jahre 2007/08 um 25 Basispunkte erhöhte, zögern ihre Vertreterinnen und Vertreter mit einem nächsten Zinsschritt. Zwar versuchen die für ihre restriktivere Haltung bekannten Kräfte immer wieder, die Finanzmärkte auf eine Leitzinserhöhung einzuschwören. Nicht zuletzt aufgrund der verhaltenen konjunkturellen Situation ausserhalb der Vereinigten Staaten folgten auf Worte bisweilen aber keine Taten.

Keine klaren Signale aus der Wirtschaft

Auch aus der amerikanischen Wirtschaft treffen schon seit Monaten uneinheitliche Nachrichten ein. Bestes Beispiel ist der Arbeitsmarktbericht für September vom Freitag vor einer Woche. Mit 156 000 neu geschaffenen Stellen ausserhalb der Landwirtschaft und einem Anstieg der Arbeitslosenquote auf fünf Prozent blieb der Bericht hinter den Erwartungen zurück. Letzteres lässt sich allerdings mit der höheren Beteiligungsquote erklären, was wiederum ermutigend ist.

Gerade auf der Teuerungsseite ist für die amerikanische Notenbank allerdings weiterhin keine Eile für einen nächsten Zinsschritt geboten. Im August kam es bei den Konsumentenpreisen zwar zu einem leichten Anstieg von 0,8 auf 1,1 Prozent im Jahresvergleich. Es bleibt jedoch erst einmal abzuwarten, ob sich diese Tendenz anlässlich der Erhebung für August, die kommende Woche zur Veröffentlichung ansteht, bestätigt.

Nach der Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts stieg die von den amerikanischen Geldmarktzinsen abgeleitete Wahrscheinlichkeit für einen nächsten Zinsschritt im Dezember auf über 50 Prozent. Wir selber bleiben vorsichtiger und sehen im weiteren Jahresverlauf keinen Raum für eine Leitzinserhöhung.

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