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LUTZENBERG: Bauern fühlen sich unfair behandelt

In einem öffentlichen Brief beschweren sich mehrere Landwirte über den Gemeinderat. Die Vergabe des gemeindeeigenen Landwirtschaftslands sei undurchsichtig. Der Gemeinderat sucht das Gespräch.
Bruno Eisenhut
Lutzenberg mit seinen verschiedenen Weilern verfügt über gemeindeeigenes Landwirtschaftsland. (Bild: APZ)

Lutzenberg mit seinen verschiedenen Weilern verfügt über gemeindeeigenes Landwirtschaftsland. (Bild: APZ)

Bruno Eisenhut

Mehrere Lutzenberger Bäuerinnen und Bauern zeigen sich über Geschehnisse vergangener Wochen und Monate in ihrer Gemeinde bestürzt. In einem offenen Brief an den Gemeinderat bemängeln sie dessen Kommunikation und Umsetzung angekündigter Massnahmen. Dabei geht es um mehrere Parzellen Landwirtschaftsland, das die Gemeinde in der Vergangenheit an die Bauern verpachtete.

Als Vertreterin der Landwirte erklärt Vreni Aemisegger gegenüber der «Appenzeller Zeitung», dass die Gemeinde im März 2017 die Bauern über die Kündigung der Pachtverhältnisse informierte. Man wolle die auslaufende Pachtfrist nutzen, um die Böden anschliessend von einer Fachperson begutachten zu lassen, habe es geheissen. Im Zuge der Neu­regelung der Pachtverhältnisse sollten die Landwirte wieder die Möglichkeit bekommen, sich für die Flächen zu bewerben, so Aemisegger.

Im offenen Brief schreiben die Bauern nun, dass bei der Verteilung der zukünftigen gemeindeeigenen Landwirtschaftsflächen «keine Einwirkung» für die Bauern bestand. Dass der Gemeinderat beabsichtige, das einzige gemeindeeigene Ackerland im österreichischen Gaissau gegen Bauland zu tauschen, werde mit Befremden festgestellt. Vielleicht sei dieser angestrebte Landabtausch der rund 1,8 Hektaren Boden tatsächlich eine Option für die Gemeinde Lutzenberg, hält Bauernvertreterin Vreni Aemisegger fest. Dass die Bauern aber weder über die Gründe, den Ertrag und den Nutzen für Lutzenberg in Kenntnis gesetzt würden, sei für sie nicht nachvollziehbar.

Gemeinderat kündigt Gespräche an

Der Gemeindepräsident Werner Meier bestätigt auf Anfrage den Eingang des offenen Briefs und der damit verbundenen Beschwerde. Öffentlich äussern könne er sich aber noch nicht. Viel mehr verweist Werner Meier auf einen, inzwischen zustande gekommen Besprechungstermin zwischen dem Gesamtgemein­derat und den Absendern des öffentlichen Briefs. «Dann, so hoffen wir, werden die offenen Fragen beantwortet», sagt Ge­- meindepräsident Werner Meier. Bei Redaktionsschluss dieses Artikels wusste die Lutzenberger Bäuerin Vreni Aemisegger allerdings noch nichts von besagtem Aussprachetermin. «Sollte die­-ses Treffen wirklich zustande kommen, werden wir gerne un­sere Fragen stellen», so Aemis­egger.

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