Lustenau bremst Abwärtstrend

In Runde neun hat Austria Lustenau ihre Niederlagenserie unterbrechen können. Beim starken Aufsteiger Austria Klagenfurt holte sie ein 1:1.

Remo Zollinger
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VORARLBERGER FUSSBALL. Nach zuletzt drei bisweilen äusserst ärgerlicher Niederlagen darf sich Austria Lustenau endlich wieder über einen Punktgewinn freuen. Das 1:1 in Klagenfurt war verdient, wie schon am vergangenen Freitag gegen Salzburg (0:2) war die Chabbi-Elf die bessere Mannschaft.

Einen Punkt gutgemacht

Dies hat (kleine) Auswirkungen auf die Tabelle: Lustenau hat neu zehn Punkte auf seinem Konto und damit einen Punkt mehr Vorsprung auf die dahinter klassierte Wiener Neustadt. Der Bundesliga-Absteiger bekleidet hiermit den ersten Abstiegsrang, während der Floridsdorfer AC am Tabellenende steht.

Der Wiener Quartierverein hat im ersten Saisonquartal sämtliche Spiele verloren und steht noch punktelos da. Ganz anders ergeht es derzeit Wacker Innsbruck, das nach sechs Siegen in Folge von der Tabellenspitze grüsst. Die Tiroler distanzierten am Dienstag den Linzer ASK um drei Punkte.

Lustenau erneut besser

Im (viel zu grossen) Wörthersee-Stadion nahm der Gastgeber das Heft sogleich in die Hand. Einige Offensivaktionen verliefen aber erfolglos, ehe sich das Blatt wendete und Lustenau die Partie dominierte.

Die Vorarlberger spielten sich wie schon gegen Salzburg zahlreiche Torchancen heraus, womit hier sowohl die grösste Qualität wie auch die grösste Schwäche des Teams offengelegt wurde: Die Angriffsauslösung klappt in den letzten Spielen hervorragend, die Ausbeute davon ist aber äusserst spärlich.

Wiessmeier rettet den Zähler

Der negative Höhepunkt war ein von Thiago verschossener Elfmeter (45.), zuvor traf Doussou die Latte. Nach der Pause ging es im Gleichtakt weiter, Chabbi (an den Pfosten) und abermals Thiago vergaben Topchancen. Diesmal rächte es sich: In der 55. Minute verwertete Klagenfurts Eler eine Zakany-Flanke per Kopf zum 1:0, das so überhaupt nicht dem Spielverlauf entsprach. Lustenau wollte den Rückstand dann auch nicht auf sich sitzen lassen und reagierte, weshalb sich in der Folge ein offener Schlagabtausch entwickelte.

Immerhin kam nicht noch mehr Pech dazu, Wiessmeier traf gut 20 Minuten vor Spielende zum 1:1, wobei es dann auch blieb.

Intensiv bis zum Schluss

Dies, obwohl das Spiel in der Schlussphase nochmals richtig turbulent wurde. Wie sehr beide Mannschaften den Sieg wollten, zeigt die Tatsache, dass der Schiedsrichter in den letzten drei Minuten plus Nachspielzeit nochmals vier Verwarnungen aussprach.