Lustenau besser als Altach

Der SCR Altach startete mit einer 1:2-Niederlage in Grödig in die neue Bundesliga-Saison.

Remo Zollinger
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VORARLBERGER FUSSBALL. Fünf Tage vor dem ersten Europacup-Auftritt in der Clubgeschichte stand für den SCR Altach der Auftakt in die neue Bundesliga-Saison auf dem Programm. Die Altacher zogen dabei keinen guten Tag ein und mussten eine bittere Niederlage hinnehmen. Im Salzburgerland unterlagen sie dem im Abstiegskampf erwarteten SV Grödig nach Vorsprung mit 2:1.

Dabei begann es ganz nach dem Gusto der Gäste aus Vorarlberg. Nach einer Viertelstunde beendete Topskorer Hannes Aigner einen Angriff über die Zwischenstationen Roth und Zech erfolgreich und schoss das 1:0 für Altach. Wenig später die erste grosse Prüfung für Altach-Torhüter Andreas Lukse – Grödig kam zu einem Elfmeter. Der stark agierende Schlussmann entschärfte aber sowohl den ersten Versuch wie auch den Nachschuss von Routinier Roman Wallner mit Bravour.

Ungenügende zweite Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Ganze dann. Grödig wurde die aktivere Mannschaft, bekam immer mehr Oberwasser. So glich Brauer mit einem satten Schuss aus 20 Metern aus (67.), ehe Strobl von einem Abpraller bei Lukse profitierte und die Hausherren mit 2:1 in Führung brachte. Dabei blieb es dann, Altach konnte nicht mehr richtig reagieren und Druck aufbauen, während die Gastgeber den Vorsprung sicher über die Zeit schaukelten. Während sich Grödig hiermit für das blamable Cup-Out bei einem Regional-Ligisten rehabilitierte, muss Altach mit einer Niederlage in die neue Saison starten. Als nächstes steht der Gang zur Wiener Austria bevor.

Gewitter und Gegner besiegt

Einen weitaus erfolgreicheren Start in die neue Saison erwischte die rundum erneuerte Lustenauer Austria. Sie besiegte Bundesliga-Absteiger Wiener Neustadt 2:0, hätte aber auch noch höher gewinnen können, wäre sie mit den Chancen in der Schlussphase etwas weniger schludrig umgegangen. Das 2:0 ist dennoch ein gutes Resultat, zumal die ersten drei klaren Chancen den Gästen gehörten.

Danach nahm Lustenau das Heft in die Hand und spielte den Gegner an die Wand. Wiessmeier traf in der 24. Minute zum 1:0, was der Auftakt zu einer kämpferisch starken Leistung war; die Austria wirkte äusserst engagiert und motiviert – und steckte auch das grosse Gewitter, das ab der 30. Minute die Kulisse im Reichshofstadion bestimmte, locker weg.

Das zweite Tor des Tages erzielte Sakic, der zwei Minuten nach der Pause den Ball über die Linie spitzelte und damit die Partie definitiv entschied. Danach spielte nur noch die Austria, ein weiterer Treffer gelang ihr aber nicht – primär aufgrund des eigenen Unvermögens. Beste Chancen wurden ausgelassen, die Überlegenheit nicht in Tore umgemünzt. Sollte man nach dem Haar in der Suppe suchen, so wäre dies hier zu finden. Nach dem ersten Auftritt Lustenaus 2015/16 dominieren aber klar die positiven Eindrücke, die die Spieler nächste Woche gegen den Kapfenberger SV bestätigen wollen.