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LÜCHINGEN: Natur im «Oberstall» aufgewertet

Der Verein Pro Riet Rheintal hat im Gebiet Freudenberg-Oberstall in den Hanglagen oberhalb von Lüchingen ein umfassendes ökologisches Aufwertungsprojekt umgesetzt.
Ein neu angelegter Weiher erweitert die natürliche Vielfalt im Gebiet oberhalb Lüchingens. (Bild: pd)

Ein neu angelegter Weiher erweitert die natürliche Vielfalt im Gebiet oberhalb Lüchingens. (Bild: pd)

Gemeinsam mit dem Grundeigentümer, Hans-Peter Hufe­nus, hat Pro Riet ab Sommer 2012 auf einer 375 Aren grossen Projektfläche neue Lebensräume für gebietstypische Pflanzen- und Tierarten schaffen können. Ein neuer Weiher mit Steinmauer und Ruderalfläche ist entstanden. Drei Steinlinsen wurden neu angelegt, Wiesen mit einer artenreichen Blumenwiesenmischung angesät und Wald aufgelichtet. Ein nicht mehr benötigter Holzschnitzelplatz wurde entfernt und die frei gewordene Fläche in die Blumenwiesen-Ansaatfläche einbezogen. Zudem konnte ein eingedolter Bachabschnitt freigelegt werden. Finanziell unterstützt wurde das Projekt vom Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen und von der Dr. Bertold Suhner-Stiftung.

Auf bestehende Naturwerte Rücksicht genommen

Neben den neuen Strukturen schenkte das Projekt auch der ­Erhaltung bestehender Naturwerte die nötige Aufmerksamkeit. Auf der Projektfläche befinden sich eine Magerwiese und eine Feuchtfläche, die beide unter Naturschutz stehen. Um ein Vordringen des Waldes auf Kosten der Magerwiese zu verhindern, wurde der Waldrand auf seine ursprüngliche Lage zurückversetzt. Einwachsende Gehölze und Brombeerteppiche wurden entfernt. Die Feuchtfläche war zu Projektbeginn von Schilf dominiert.

Ein versuchsweise eingeführter Frühschnitt anfangs Juli auf jeweils einer Flächenhälfte soll längerfristig das Vordringen des Schilfs bremsen und das Aufkommen anderer feuchtigkeitsliebender Pflanzenarten begünstigen. Ausserdem wurde ein durch Gehölze verdeckter Findling freigestellt. Bemerkenswert ist dessen Gesteinsart (Ilanzer Verrucano) in Kombination mit der Grösse. In der Region sind diesbezüglich keine vergleichbaren Objekte bekannt.

Lichter Wald und aufgewertete Hecken

Die Waldflächen des Projektgebiets wurden grosszügig durchforstet. Zielvorstellung war ein lichter Laubwald mit buchtigem, stufigem Rand und vorgelagertem Gebüschsaum. Drei bestehende Hecken wurden fachgerecht gepflegt. Stark beschattende Bäume und schnellwüchsige Sträucher wurden teilweise entfernt und die Lücken mit standortgerechten Wildsträuchern bepflanzt. Nach Umsetzung aller Massnahmen verfügt die Projektfläche über ein aussergewöhnlich vielfältiges Lebensraumangebot. Faunistische Zufallsbeobachtungen zeugen davon, dass dieses auch genutzt wird. Auf den Wiesenflächen im Projektperimeter sind zehn verschiedene Heuschreckenarten nachgewiesen, darunter die gefährdete Langflügelige Schwertschrecke. Unter den zwölf nachgewiesenen Tagfalter-Arten sticht der gefährdete Hainveilchen-Perlmutterfalter hervor.

Der neue Weiher wird von fünf Amphibienarten besiedelt. Es ist zu hoffen, dass sich bald auch die stark gefährdete Geburtshelferkröte einfindet. (pd)

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