LÜCHINGEN: Mit Ziegenbart und Missentitel

Ein lohnendes Ziel für den sonntäglichen Spaziergang war die vom Ziegenzuchtverein Oberrheintal auf dem Gelände des Werkhofs veranstaltete Ziegenschau mit etwa 120 Geissen aus sechs Zuchtrassen.

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Trotz Ziegenbartes kann man einen Missentitel gewinnen.

Trotz Ziegenbartes kann man einen Missentitel gewinnen.

Was jeder Ziegenzüchter bestätigen kann: Geissen wollen Aufmerksamkeit und Anerkennung. Diese Aufmerksamkeit haben etwa 120 dieser wiederkäuenden paarhufigen Hornträger bei der sonntäglichen Ausstellung des Ziegenzuchtvereines Oberrheintal genossen. Dankbar und mit dem typischen Meckern nahmen die präsentierten Tiere der sechs Zuchtrassen: Gemsfarbige Gebirgsziege, Toggenburger Ziege, Appenzeller Ziege, Bündner Strahlenziege, Neraverzasca und Walliser Schwarzhaarziege die Streicheleinheiten, die ihnen Züchter, Besucher und Kinder gewährten, entgegen.

Die drei Schönsten erhalten den Missentitel

Die jeweils Schönsten der drei Hauptrassen, denen der Missentitel verliehen wurde, schienen beinahe zu verstehen, dass sie ausgezeichnet wurden, und kehrten mit stolz erhobenen Häuptern zu ihren Boxen zurück. Im Übrigen erreichen gerade die Rheintaler Ziegenzüchter seit Jahren bei Ausstellungen mit ihren Tieren viel Lob und eine ganze Reihe Auszeichnungen. Mehr als einmal titelten die verschiedenen Tageszeitungen «Die schönsten Geissen kommen aus dem Rheintal».

Immer wieder mit ihren Gitzis unter den Besten

Denn der Ziegenzuchtverein Oberrheintal hält landesweit an der Spitze mit. Den Züchtern Peter Friedauer, Eichberg, Markus Jud, Oberriet, oder Vereinsprä- sident Marcel Hangartner, Lüchingen, gelingt es immer wieder, mit ihren Gitzis unter den Besten zu rangieren. Insgesamt stellten 19 der im Verein ver- tretenen 25 Züchter ihre Tiere aus. Am Morgen wurden alle Tiere nach Alter und Rassen getrennt bewertet. Am Nachmit- tag dann zur Misswahl geschritten. Wobei es anders als beim lieben Rindvieh keine Kränze oder gar Kronen gab, sondern «nur» einen Wanderpokal für den Züchter, der aber umso begehrter war.

Ziegenmilch- und Ziegenfleischprodukte finden immer besseren Anklang.

«Rentabel ist die Ziegenzucht im Rheintal nicht», erzählte Vereinspräsident Marcel Hangartner, «deshalb sind wir alle mehr oder weniger Hobbyzüchter.» Wobei aber Ziegenmilchprodukte und Ziegenfleisch bei den Konsumenten immer besseren Anklang finden. Wie auch der Ziegenschüblig, den die vielen Besucher der Ausstellung an Ort und Stelle beim gemütlichen Hock verkosten konnten.

Gerhard Huber

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