LÜCHINGEN: Jubiläum: Kirche wird 50 Jahre alt

1966 weihte Bischof Josephus Hasler die Lüchinger Kirche ein. Das 50-Jahr-Jubiläum feiert die Pfarrei mit einem Fest Ende August. Sie zeigt eine Ausstellung zur Geschichte der Kirche. Den Festgottesdienst leitet Bischof Markus Büchel.

Monika von der Linden
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Seit einem Jahr bereitet das Festkomitee unter der Leitung von Eveline Huber (Fünfte von links) das 50-Jahr-Jubiläum der Kirche Lüchingen vor. (Bild: Monika von der Linden)

Seit einem Jahr bereitet das Festkomitee unter der Leitung von Eveline Huber (Fünfte von links) das 50-Jahr-Jubiläum der Kirche Lüchingen vor. (Bild: Monika von der Linden)

LÜCHINGEN. Ein Dienstagabend auf dem grossen freien Platz vor der Lüchinger Kirche. Es ist eines der vielen Treffen des Festkomitees seit einem Jahr. Und es werden noch mehr, bis die Pfarrei Lüchingen das 50-Jahr-Jubiläum ihrer Kirche Ende August feiern wird. «Es soll ein Fest werden, an dem wir die Kirche würdigen, unsere Geschichte kennenlernen, Neues erfahren und natürlich zusammen feiern», sagt Eveline Huber. Sie ist Präsidentin des Festkomitees und Co-Präsidentin des Pfarreirates. Ausserdem gestaltet die Pfarrei einen ganzen Tag mit ihrer Nachbarin, mit der Primarschule (siehe Zweittext).

Geschichte aus fast 60 Jahren

Im Dezember 1957 genehmigte der Bischof von St. Gallen die Gründung der Pfarrei Maria, Königin des Friedens. Einen Monat später beschlossen die Kirchbürger den Bau des Pfarrhauses und der Kirche auf dem Platz vor dem katholischen Schulhaus. Im Juni 1965 war Baubeginn, am 5. September folgte die Grundsteinlegung und am 11. September 1966 weihte Bischof Josephus Hasler das Gotteshaus ein.

Fast auf den Tag genau fünfzig Jahre später, am 28. August, kommt wieder ein Bischof zum Feiern nach Lüchingen. Diesmal ist es Markus Büchel. Er wird den Festgottesdienst leiten.

Wenn auch die Pfarrei die jüngste im Dekanat ist, kann sie doch aus einer interessanten Geschichte erzählen. Pastoralassistent Klaus D. Heither und Pfarreimitglieder haben Fotografien rund um Bau, Grundsteinlegung, Kirchweih, Glockenweihe, Pfarreiheimbau (1971) und Orgelweihe (1981) zusammengetragen. Sie bilden den Schwerpunkt der Ausstellung «50 Jahre Kirche». Sie kann am Jubiläum sowie vor und nach allen Gottesdiensten in den Kellerräumen der Kirche angeschaut werden.

Aus dem Arbeitsalltag

«Wir haben keine Kostbarkeiten oder Juwelen», sagt Klaus D. Heither. «Wir zeigen die Gegenstände, mit denen wir gearbeitet haben.» Zum Beispiel werden Schaufensterpuppen aufgestellt, die mit der Arbeitskleidung eines Mesmers oder Priesters oder mit Ministrantengewändern angezogen sind. Weiter gibt es eine Orgel und den ersten Läutautomaten zu sehen.

Seit zehn Jahren ist in der Pfarrei eine Gruppe aktiv, die Schwarzenberger Krippenfiguren baut. In der Ausstellung zeigen die Mitglieder eine grosse Landschaft rund um die Geburt und Auferstehung Jesu.

In einer Nische wird ein kleines Kino eingerichtet. In Videos erzählen Zeitzeugen, wie sie den Kirchenbau erlebt haben. Zum Beispiel der damalige Ministrant und heutige Dekan, Josef Benz. Oder auch Max Finger. Er war Bauleiter und spricht über die damaligen bautechnischen Herausforderungen.

Orgelkonzert mit Bernhard Loss

Die in 1981 errichtete Orgel wurde 2014 revidiert. Der Organist Bernhard Loss begleitete die Arbeiten. Jetzt hat das Instrument wieder sein originales Klangbild. Am Freitag, 26. August, spielt Loss die Feierabendmusik, die der Altstätter Konzertzyklus regelmässig veranstaltet, in der Jubiläums-Kirche.