LÜCHINGEN: Gold verleiht Sveti Sava Auftrieb

Zum ersten Mal in ihrer zwanzigjährigen Geschichte erkämpfte sich die Volkstanzgruppe des Serbischen Kulturvereins Sveti Sava eine Goldmedaille.

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Die Volkstanzgruppe des Kulturvereins Sveti Sava ertanzte sich in Dietikon die Goldmedaille. (Bild: pd)

Die Volkstanzgruppe des Kulturvereins Sveti Sava ertanzte sich in Dietikon die Goldmedaille. (Bild: pd)

Der serbische Kulturverein Sveti Sava hat Ende Oktober eine Goldmedaille ins Städtli geholt. In Dietikon boten sich sechzehn serbische Kulturvereine bei einem Volkstanz-Wettbewerb gegenseitig die Stirn.

Alle Mannschaften zeigten vor 1800 Zuschauern ein sehr hohes Niveau und beinahe Perfektion im Volkstanz, sodass der dreiköpfigen Jury die Bewertung sehr schwer fiel. Weil die Unterschiede so gering waren, kam es letztlich auf die Ziffern hinter dem Komma an. Die Serben aus Altstätten erhielten die meisten Punkte und erreichten somit Gold.

Es ist der schönste und grösste Erfolg für den seit mehr als zwanzig Jahren bestehenden Verein Sveti Sava. Mit grosser Freude feierten die Tänzer, Eltern, Trainer, Fans und der stolze Vorstand bis in die Morgenstunden das verdiente Gold.

Der Erfolg sprach sich unter den Serben wie ein Lauffeuer herum und weckte Interesse bei sehr vielen Jugendlichen. So verzeichnet Sveti Sava innert drei Wochen einen Zulauf von mehr als 25 Tänzerinnen und Tänzern. So gross war das Echo.

Zurzeit begeistern sich im Kulturverein mehr als sechzig Kinder und Jugendliche (7 bis 16 Jahre alt) für das Volkstanzen. Für das nächste Jahr plant Sveti Sava, ein neues Ensemble zu gründen. Die Gruppe will damit die kulturelle Freizeitbeschäftigung der jungen Menschen noch mehr fördern als bisher.

Denn sie lernen dadurch die Volkstänze kennen und tanzen. Ausserdem üben sie ein positives Sozialverhalten ein. Denn auch nach zwei Jahrzehnten verfolgt der Verein nach wie vor das Ziel, die serbische Kultur zu pflegen und sich im Rheintal immer wieder stolz zu präsentieren.

Das fordert den Vorstand aber auch heraus, weil er so jeweils in neue Choreographien und in Trachten investieren muss. Deshalb ist er für jede Spende dankbar.

Humanitäre Hilfsprojekte in Bosnien und Serbien

Darüber hinaus engagierten sich die Vereinsmitglieder in den vergangen drei Jahren immer wieder in Hilfsprojekten. Als zum Beispiel Bosnien und Serbien von schlimmen Überflutungen betroffen waren, sammelten die Mitglieder für drei grosse Lastwagenladungen Lebensmittel und Hilfsgüter sowie Geldspenden. Einzelpersonen, Firmen und mehrere Institutionen in der Region brachten mehr als 50 000 Franken auf.

Mit dem Geld half Sveti Sava dabei, je ein Haus in Bosnien und in Serbien zu finanzieren. Weiter ermöglichten die Spenden, kranke Kinder in Not zu behandeln.

Sveti Sava möchte ein Vorbild für Integration in der Region sein. Deshalb öffnet der Vorstand unter dem Präsidium von Ljubisa Miric Misa die nächste Mitgliederversammlung für die Bevölkerung. Wenn am Sonntag, 27. November, um 14 Uhr der Vorstand gewählt wird, sind neben den Mitgliedern auch Freunde und Sympathisanten eingeladen, sich über Aktuelles aus dem Serbischen Kulturverein zu informieren. (vdl/pd)