LÜCHINGEN: Die günstigste Schulgemeinde

Sinkende Schuldzinsen, Abschreibungen und weniger Schulgeld an andere Schulen begründen sinkenden Steuerbedarf.

Gerhard Huber
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Die Mitglieder des Schulrates (v. l.) René Lutz, Cornelia Eugster, Bruno Feuz und Christoph Schefer folgten den Ausführungen des Schulratspräsidenten Mattia Girardi. (Bild: sk)

Die Mitglieder des Schulrates (v. l.) René Lutz, Cornelia Eugster, Bruno Feuz und Christoph Schefer folgten den Ausführungen des Schulratspräsidenten Mattia Girardi. (Bild: sk)

Durchwegs Erfreuliches durfte der frisch gewählte Schulratspräsident Mattia Girardi anlässlich der ersten von ihm geführten ­ordentlichen Schulbürgerversammlung der Primarschule Lüchingen den 66 erschienenen Schulbürgern erläutern. Denn immerhin handle es sich bei dieser Schulgemeinde um den Spitzenreiter im Kanton, wenn es um die günstigsten Kosten pro Schüler und Jahr geht, die derzeit 14280 Franken betragen.

Spielplatz Kindergarten Sonnenhügel aufgefrischt

Ein besonderer Dank galt den Kindergärtnerinnen des Kindergartens Sonnenhügel. Gemeinsam mit vielen helfenden Elternhänden wurde in einer Kiga-Sonderwoche der dortige Spielplatz, der nicht nur den Kindergartenkindern, sondern auch allen anderen Lüchinger Heranwachsenden zur Verfügung steht, erneuert. «Ein Musterbeispiel dafür, wie mit wenigen Mitteln eine ­attraktive Auffrischung einer ­bestehenden Anlage erfolgen kann», sagte Schulratspräsident Mattia Girardi dazu.

Grösste Investition: Elektronische Wandtafeln

Die Jahresrechnung 2016 schliesse um 100000 Franken tiefer als budgetiert ab, sodass ein Steuerbedarf von 2370000 Franken bezogen wurde. «Bei im Wesentlichen nur leicht ansteigenden Schülerzahlen weisen wir ideale Klassengrössen auf. Dazu befinden sich alle Liegenschaften in gutem Zustand», betonte Präsident Mattia Girardi in seinem Bericht.

Die grösste Investition für 2017 bestehe in der Anschaffung von elektronischen Wandtafeln der neuesten Bauart. Sechs Stück Active-Screens, die eine zukunftsweisende und moderne Art der Wissensvermittlung ermöglichen würden.

Zudem werde dieses Jahr das Dachgeschoss des Schulhauses Roosen isoliert und ein Schulzimmer ausgebaut. Trotz dieser Investitionen wird für 2017 voraussichtlich mit Ausgaben von gesamt 2387000 Franken und Einnahmen von 85000 Franken ein gegenüber dem letztjährigen Budget um 82000 Franken verringerter Steuerbedarf nötig werden. Die Gründe hierfür?

Vor allem sinkende Lohnkosten, Abschreibungen und Schuldzinsen sowie ein geringerer Bedarf an Schulgeldern für andere Schulen. Die Schulbürgerversammlung folgte einstimmig den Anträgen der Geschäftsprüfungskommission auf Genehmigung der vorliegenden Jahresrechnung 2016 sowie des Voranschlags für 2017.

Gerhard Huber