Lucky Lüchingen

LÜCHINGEN. Der STV Lüchingen präsentierte am Samstagabend eine Western-Story. In zehn Bildern führten die Riegen die beiden Cowboys «Lüchi Luke» und «Dirty Thür» durch gefährliche Situationen.

Max Pflüger
Drucken
Die Frauenriege entfachte im Saloon eine tolle Feststimmung.

Die Frauenriege entfachte im Saloon eine tolle Feststimmung.

Wissen Sie, warum das kleine Indianerdorf zwischen «Oldtown Altstätten» und «Little Marpa» heute Lüchingen heisst? Das verdankt es seinem tapferen Retter «Lüchi Luke», der die Indianer trickreich aus den goldgierigen Klauen von «Colonel Schmitt» und dessen schmierigen Kumpanen «Sheriff Joe» rettete. Soweit die geschickt aufgebaute Rahmenstory, die die zehn Auftritte der Riegen von den jüngsten bis zu den ältesten Turnerinnen und Turnern des STV Lüchingen führt.

Die turbulente Westerngeschichte wird konsequent durchgezogen. Schon bevor sich der Vorhang zum Unterhaltungsabend hebt, sieht man immer wieder mit Pistolen bewaffnete Cowboys und lockere, in luftige und knallig bunte Rüschenröcke gekleidete Damen im Zuschauerraum in der Turnhalle Roosen. Und im Saloon wird schon vorgängig Whisky konsumiert. Sogar die Dekoration stimmt: Auf den Tischen liegen Dutzende, ja Hunderte von zu Goldnuggets aufgewerteten Kieselsteinen.

Wie viele Goldnuggets sind es? Das wollen die Turner auch wissen. Es ist die Schätzfrage im Publikumswettbewerb, der dieses Jahr anstelle einer Tombola angeboten wurde.

Die Rahmengeschichte führt Schritt für Schritt von Riege zu Riege und von Reigen zu Reigen. Auf farbigen Gummipferden reiten die Kleinsten vom Muki-Turnen zu ihren Claims zum Goldwaschen. Wenn die Cowboys ihren Bart schaben gehen, hantieren auch die Kinder vom Kitu mit Scheren und Kamm. Und als die beiden Abenteurer von Sheriff Joe auf Geheiss des herrschsüchtigen Colonels grundlos ins Gefängnis geworfen werden, so untermalen dies die kleinen Jugi-Knaben in gestreifter Sträflingskleidung mit einer turbulenten Bodenturn-Nummer zu den Klängen vom kleinen Sheriff Nepomuk.

Desirée, die Tochter von Colonel, und Saloondame Theres sind auf der Seite der beiden wackeren Cowboys und befreien sie aus dem Gefängnis. Die Helden flüchten zu den Indianern, die zwischen Oldtown und Little Marpa hausen. Zur Strafe müssen die Mädchen per Eisenbahn mit den grossen Jugiknaben ins Kloster nach St. Gallus zu den grossen Jugimädchen-Nonnen. «Sister-Act» lässt grüssen. Doch Lüchi und Dirty gelingt es, die beiden zu befreien.

Mit einem Postkutschenraub verschaffen sich Colonel und der Sheriff das nötige Gold, um die Indianer mit vermeintlichen Goldfunden oben am Berg San Antonio übers Ohr zu hauen. Er will sich so die guten Jagdgründe und das wertvolle Weideland der Indianer erschleichen. Eine Seilsprung-Nummer der Aktiven zur Melodie von «On The Road Again» verbindet sich damit. Aber die beiden Bösewichte haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die Damenriege täuscht sie ihrerseits mit einer angeblichen Goldgrube am Berg: «Goldfinger»! Und die Indianer sind gerettet.

Die Lage spitzt sich zu. Man trifft sich zum von der Männerriege trefflich dargestellten Duell: «Spiel mir das Lied vom Tod». Aber dann treten die holden Damen dazwischen. Therese und Desirée beschwichtigen die Streithähne. Happy-End: Dirty bekommt seine Desirée, und die Indianer taufen ihr Dorf dem Lüchi zu Ehren Lüchingen. – Lucky Lüchingen, könnte man sagen.

Muki-Cowboys und -girls reiten in den Goldrausch.

Muki-Cowboys und -girls reiten in den Goldrausch.

«Sister Act»: Grosse Mädchen im Kloster St. Gallus. (Bilder: Max Pflüger)

«Sister Act»: Grosse Mädchen im Kloster St. Gallus. (Bilder: Max Pflüger)