Loipen nicht zweckentfremden

An der 42. Hauptversammlung des Appenzellischen Langlaufzentrums (LLZ) Gais wurde der Vorstand bestätigt. Weniger erfreut ist LLZ-Präsident Markus Buschor über Fussgänger und Schneeschuhwanderer, die die Loipen benützen.

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Der Vorstand des Langlaufzentrums Gais wünschte sich, dass keine Fussgänger und Schneeschuhwanderer die Loipen benützen. (Bild: Fotolia)

Der Vorstand des Langlaufzentrums Gais wünschte sich, dass keine Fussgänger und Schneeschuhwanderer die Loipen benützen. (Bild: Fotolia)

SKILANGLAUF. Fast 70 Mitglieder des Appenzellischen Langlaufzentrums Gais haben sich vergangenen Freitag zur Hauptversammlung auf dem Hohen Hirschberg getroffen. Nach einem Imbiss eröffnete Präsident Markus Buschor den Anlass. Die Traktandenliste konnte zügig bearbeitet werden. Das Protokoll der letzten HV, die Jahresrechnung und das Budget wurden diskussionslos und einstimmig genehmigt.

Später Wintereinbruch

In seinem Bericht weist Buschor auf den wetterbedingten, «mühsamen Start» in die Langlaufsaison hin. Grünen Weihnachten folgten über die Neujahrstage gute Schneeverhältnisse. Ein Föhneinbruch liess aber die ganze weisse Pracht schmelzen. Erst ab Mitte Januar setzte sich der Winter durch und rettete die Langlauf-Saison.

Loipen für Langläufer

Probleme ergeben sich laut Markus Buschor leider immer wieder mit Wanderern und Schneeschuhläufern, die die Loipen als Gehwege benutzen. Darunter leidet die Qualität der Loipen und die aufwendige Arbeit mit dem Spuren war vergebens. Der Präsident appelliert an alle, die Loipen zum Langlauf und nicht für andere Zwecke zu benutzen.

Buschor dankt den Landbesitzern und Landwirten für ihr Verständnis, das sie dem Langlaufzentrum entgegenbringen, den Vorstandskollegen für die tatkräftige Mitarbeit und das Mitdenken, den Revisoren für die Prüfung der Jahresrechnung sowie allen, die den Verein und das Langlaufzentrum im vergangenen Jahr in irgendeiner Weise unterstützt haben.

Loipenpass wird teurer

An der letzten HV wurden mit Ernst Schmid und Helga Fitzi zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt. Da nur noch alle zwei Jahre Wahlen stattfinden, mussten die beiden Neuen heuer bestätigt werden. Alle Vorstandsmitglieder werden ohne Gegenstimme und mit Applaus für eine weitere Amtsdauer gewählt.

Ernst Schmid, der neue Kassier, präsentierte die Jahresrechnung und das Budget. Die Jahresbeiträge erfahren eine leichte Veränderung. Neu kostet der schweizerische Langlaufpass 140 statt wie bisher 120 Franken. Diese Preiserhöhung wird von Loipen Schweiz bestimmt und u. a. mit dem Mehraufwand der Langlaufgebiete für die Pistenpräparation begründet. Der Loipenpass Regional kostet nach wie vor 55, die Tageskarte 10 Franken. Die Jahresbeiträge wurden ebenfalls ohne Gegenstimme gutgeheissen.

Der Präsident erinnerte auf folgende Anlässe des LLZ Gais: Der Nordic Day ist am Samstag, 23. Januar, und das traditionelle Langlaufrennen «NachtloipenkönigIn» findet am Mittwochabend, 27. Januar, statt.

Verzicht auf Kunstschnee

Wegen der immer wiederkehrenden Probleme mit dem Schnee war auf diese Saison ein Versuch mit Kunstschnee im Bereich der Nachtloipe geplant. Detaillierte Abklärungen haben aber ergeben, dass die Kosten für eine Festinstallation von Schneelanzen die finanziellen Mittel weit überschritten hätten. Der Vorstand beschloss deshalb, auf einen Versuch mit Kunstschnee zu verzichten.

Lappland mit Hundeschlitten

Im zweiten Teil stellte Vizepräsident Walter Kürsteiner seine Reisen mit dem Hundeschlitten durch Lappland vor. Anhand von Bildern schilderte er seine Erlebnisse mit den Huskys in der rauhen Wildnis. Bei diesem Vortrag wurde deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Hunden und Mensch ist. (pd)