Löwenhofserenade mit Brass Quintett

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Rheineck Die Rheintalische Gesellschaft für Musik und Literatur (RGML) beschliesst ihre aktuelle Kultursaison mit der stimmungsvollen Löwenhofserenade in Rheineck am Samstag, 17. Juni. Eingeladen wurde das Brass Quintett St. Gallen, dem Gregory Flynn und Peter Moriggl, Trompeten, Michel Huff, Horn, Alain Pasquier, Posaune, und Karl Schimke, Tuba, angehören. Das Quintett vereinigt fünf Solisten, die dem Sinfonieorchester St. Gallen jenen unverwechselbaren Sound einhauchen, der jedem Konzert Kraft und Eleganz verleiht.

Bogen von E- bis zur U-Musik

Seit Jahren gehören die Mitglieder des Brass Quintetts St. Gallen zu den Stützen des Sinfonie­orchesters, sie sind aber auch kammermusikalisch und solistisch tätig. In ihren Brass-Quintett-Programmen spannen sie den musikalischen Bogen von der E-Musik der Renaissance und des Barock bis zur U-Musik des 19. und 20. Jahrhunderts. Die fünf kongenialen Blechbläser werden im ersten Konzertteil klassische Musik aus drei Jahrhunderten zu Gehör bringen, während sie nach der Pause mit U-Musik verschiedener Stilepochen ein breites Publikum bestens zu unterhalten wissen.

Eröffnet wird das Serenadenprogramm mit der Sonata Nr. 29 «Die Bänkelsängerlieder» des deutschen Barockkomponisten Daniel Speer (1636 – 1709). Nach «Drei kleinen Stücken» des russisch-deutschen Komponisten Ludwig Maurer (1789 – 1878) folgt Viktor Ewalds (1860 – 1935) dreisätziges «Quintett Nr. 1». Der russische Komponist, der auch Ingenieur und Cellist war, beherrschte zudem das Tubaspiel. Mit seinen Brassquintetten wurde er berühmt, weil sie die ersten Originalkompositionen für diese Besetzung am Ende des 19. Jahrhunderts waren. Nach einem Werk des Renaissancekomponisten Claude Le Jeune (1530 – 1600) wird mit einer «Sonatine» des Franzosen Eugène Bozza (1905 – 1991), einem äusserst produktiven Kammermusikkomponisten, der zahlreiche Werke für Holzbläser geschaffen hat, der erste Programmteil beschlossen.

Nach der Pause stehen Werke der U-Musik auf dem Programm, das Originalkompositionen für Brass, etwa «Trois pastels sur la belle époque» des Schweizers Jean-François Michel (*1957) zu Gehör bringt, aber auch Bearbeitungen legendärer Werke von Charles Ives (1847 – 1954), Scott Joplin (1867 – 1917) und Henry Mancini (1924 – 1994), dessen «Pink Panther» durch den Löwenhofgarten grooven wird. Abendkasse ab 19.30 Uhr, Konzertbeginn um 20 Uhr. Infos: www.rgml.ch

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