«Lieber ich als perfekt»

ALTSTÄTTEN. Die Historikerin, Politologin und Philosophin Regula Stämpfli hat am Samstag an der Tagung des Verbandes der Ostschweizer Ludotheken ihr neues Buch präsentiert und signiert.

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Nach einer unterhaltsamen Präsentation in Altstätten: Regula Stämpfli signiert ihr neues Buch. (Bild: pd)

Nach einer unterhaltsamen Präsentation in Altstätten: Regula Stämpfli signiert ihr neues Buch. (Bild: pd)

Regula Stämpfli weiss, warum Denken schön macht. Sie hat es letzten Samstag den Teilnehmerinnen des Verbands der Ludotheken Ostschweiz ausführlich dargelegt. Im Anschluss an die Tagung präsentierte sie ihren ersten Ratgeber dem Rheintaler Publikum. Das Buch ist seit Montag im Buchhandel erhältlich.

Dass die Historikerin, Politologin und Philosophin nach umfangreichen Forschungsarbeiten und populärwissenschaftlichen Büchern einen Ratgeber geschrieben hat, hängt mit ihrer lösungsorientierten Coaching-Ausbildung zusammen. Statt Ungleichheiten und Probleme aufzuzeigen, weist sie nun allen Frauen, die in der Selbstoptimierungsfalle sitzen, einen Weg nach draussen. Auch in der Erotik: Stämpfli bleibt nicht bei der Analyse der Pornographisierung stehen, sie regt zur eigenen Imagination und zum eigenen Begehren an. Wenn nötig mit den erotischen Geschichten der Schriftstellerin Anaïs Nin. Bei ihrer Präsentation zeigte die Politologin aber auch die Mechanismen der Medien auf und stellte fest: «Wir reden über Sachen, die absolut keine Rolle spielen, aber über wichtige Sachen reden wir nicht.» Es ging um «Gerigate». Und die rhetorische Frage lautete: «Warum ist Geri Müller interessanter als das Freihandelsabkommen Schweiz-China?» Antworten dazu gibt es mit Sicherheit am Mittwoch, 24. September, im «Talktäglich» bei Tele Züri. (pd)

Dr. Regula Stämpfli: «Lieber ich als perfekt», 208 Seiten, myBook, Südwest Verlag, München

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