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Letztes Hotel vor dem Aus

2017 wechselte der Eigentümer des «Ochsen». Nun will die Global Immobilien AG die Hotelzimmer in Mietwohnungen umbauen. Die Gemeinde prüft die Umnutzung.
Monika von der Linden

Ein Hotel gibt es vorläufig noch in St. Margrethen. Nur wenige Meter vom Bahnhof, an der Grenzstrasse, steht seit Jahrzehnten der «Ochsen». Das einzige Hotel in der Gemeinde. Der Weg ins Restaurant mit 50 Sitzplätzen im Erdgeschoss führt durch eine schattige Gartenwirtschaft. Sie bietet 40 Gästen Platz.

Bald soll der Hotelbetrieb eingestellt werden. Anstelle der 22 Einzel- und Doppelzimmer in den Obergeschossen beabsichtigt die Eigentümerin, einen Umbau zu Mietwohnungen vorzunehmen. Im vergangenen Jahr kaufte die Global Immobilien AG aus St. Gallen die Liegenschaft. «Der Hotelbetrieb funktioniert gut. Ich will aber kein Hotel führen», sagt Elham Tairi, Geschäftsführer. Dort, wo im Moment Reisende übernachten, möchte Global zwölf 1 ½- und 2 ½-Zimmer-Wohnungen einrichten. Ein Gesuch für den Umbau hat das Unternehmen bei der Gemeindeverwaltung eingereicht.

Falls das Baugesuch bewilligt wird, will Global Immobilien im Jahr 2021 mit dem Bau beginnen. Ursprünglich habe er früher anfangen wollen, sagt Elham Tairi. Die Pächterin des Hotels und des Restaurants mit Bar bestehe aber auf Einhaltung des Mietvertrages.

Gebaut wird frühestens nach Vertragsablauf. Die drei Jahre Zwischenzeit nutzt das Unternehmen zur Planung. Unter Zeitdruck steht es nicht, denn seitdem das neue Baugesetz im Oktober 2017 in Kraft trat, bleibt eine Baubewilligung fünf Jahre lang gültig.

Eine Umnutzung muss der Bebauungsplan zulassen

Ohne weiteres könne man ein Hotel nicht in Mietwohnungen umwandlen, sagt Claudio Pallecchi, Bauverwalter. Eine neue Nutzung muss die nötigen Voraussetzungen erfüllen und mit dem Bebauungsplan in Einklang stehen. Ob dies der Fall ist, prüft die Gemeinde erst. Einige Schwierigkeiten beim «Ochsen»-Projekt sind bereits bekannt: Es gibt nur wenige Parkplätze und das Grundstück liegt an einer stark befahrenen Strasse. Ein Lärmgutachten steht noch aus.

Sollte der «Ochsen» in ein Mehrfamilienhaus umgewandelt werden, bleibt das Restaurant mit der Gartenwirtschaft bestehen. Umgebaut werden soll es nicht. Mit der Schliessung des Hotels gäbe es in der Gemeinde kein Hotel mehr. Das könnte sich jedoch wieder ändern. St. Margrethen sei für allfällige Hotelbetreiber ein interessanter Standort, sagt Claudio Pallecchi. Eine konkrete Anfrage liegt der Gemeinde aber nicht vor.

Ausserdem hat die Mineralheilbad AG vorgesehen, im bereits bewilligten Kopfbau am Mineralbrunnen-Kreisel eine kleine Hotelanlage zu bewirtschaften. Den Plan hat sie aber noch nicht umgesetzt und bei der Gemeinde auch noch keine Unterlagen für die endgültige Nutzung des Kopfbaus eingereicht.

Das Baugesuch liegt in der Bauverwaltung der Gemeinde St. Margrethen bis Montag, 4. Juni, auf.

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