LEICHTATHLETIK: Ausserrhoder prägen Gesa-Cup

Die traditionell kompetitive Leichtathletik-Abteilung des TV Teufen und der erstarkte TV Herisau heizen den Rheintalern an ihrem bedeutendsten Heim-Wettkampf zunehmend ein.

Yves Solenthaler
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Simon Ehammer: Zwei Siege für den erst 17-Jährigen. (Bild: ys)

Simon Ehammer: Zwei Siege für den erst 17-Jährigen. (Bild: ys)

Yves Solenthaler

In der finalen Stafette bescherten die starken Altstätter Sprinterinnen dem Gastgeber doch noch einen Teamsieg am Gesa-Cup. In den Gesamtwertungen blieb der KTV Altstätten aber erstmals seit neun Jahren ohne Sieg.

In der Männer-Stafette revanchierte sich der im Hauptwettkampf hauchdünn besiegte TV Mels – ebenso eine erstarkte Gruppe – gegen den TV Herisau, der in der Staffel eine Disqualifikation hinnehmen musste.

Bei den Frauen schwang zwar – wie immer seit elf Jahren – ein Rheintaler Verein obenaus (KTV Oberriet 2006/07, STV Oberriet-Eichenwies 2008 – 10, 2012 – 14 sowie 2016/17, KTV Altstätten 2011/15). Aber der TV Teufen, angeführt von der 18-jährigen Siebenkämpferin Nicole Höhener, kommt immer näher und hat eine hervorragende Perspektive.

Altstätten fehlen die einst besten Punktesammler

Bei den Männern ist die Wachablösung bereits bei der 43. Auflage des Gesa-Cups vollzogen worden. Dass der KTV Altstätten (Sieger 2007, 2009 – 14 und 2016) gar vom Podest fiel, ist dem Umstand geschuldet, dass frühere Punktelieferanten wie Yves Zellweger und Marco Tanner nicht mehr in ihren Domänen an den Start gehen. Um am Gesa-Cup vorne mitmischen zu können, ist zwar ein starkes Team nötig. Um aber ganz an die Spitze zu kommen, braucht es auch Ausnahmekönner.

Der erstmals siegreiche TV Herisau verdeutlicht diese Gleichung: Gegen Mels haben sich die Appenzell-Ausserrhoder, durchaus mit einem Zufallsmehr von 49 Punkten durchgesetzt, weil sie über alle Disziplinen regelmässiger punkteten – aber vor allem, weil sie mit dem erst 17-jährigen Simon Ehammer – wie Nicole Höhener ein Mehrkämpfer – den herausragenden Athleten stellten. Ehammer gewann im Weitsprung und Hürdensprint, wurde im Sprint Vierter und im Hochsprung Zweiter. Dass er dort Seriensieger Kevin Oeler vom KTV Altstätten (zehn Erfolge nacheinander) ablöst, ist nur eine Frage der Zeit.

Niveau ist gestiegen, aber die Rheintaler stagnieren

Die Rheintalerinnen und Rheintaler liefern immer noch herausragende Ergebnisse – nebst Kevin Oeler gelangen Pascal Kolb (KTV Oberriet), Daniel Hutter (STV Kriessern), Riccarda Herrsche, zweimal Lea Herrsche (beide KTVA) und Dominique Good (Oberriet-Eichenwies) Einzelsiege. Gerade Herrsche zeigte einen ganz starken Wettkampf und war die beste Frau nach Punkten.

Aber Herisau, Teufen und Mels haben in der Breite auf- und die Rheintaler teilweise überholt. Dazu passt die Aussage von Reto Ebneter vom STV Marbach: «Wir machen seit Jahren etwa gleich viele Punkte. Aber während wir früher damit teilweise um den Sieg kämpften, sind wir nun im Mittelfeld.»

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