Lehrer zeigten, was sie können

BUECHEN. Wenn die Lehrkräfte der Musikschule Am Alten Rhein am Anfang des Jahres zum Konzert einladen, sind Bonmots und solistische Höhepunkte angesagt.

Richi Bischof
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Angela Grob mit ihrem Sohn, begleitet von Jaroslaw Netter. (Bild: Richi Bischof)

Angela Grob mit ihrem Sohn, begleitet von Jaroslaw Netter. (Bild: Richi Bischof)

Rainer Thiede, der Leiter der Musikschule Am Alten Rhein, begrüsste zum Jahreskonzert, das schon traditionell zum Jahresbeginn stattfindet. Der Pfarrsaal der evangelischen Kirche Buechen war gut gefüllt.

Mit der Arie «Rejoice» aus dem «Messias» von G. F. Händel liess die Sopranistin und Gesangslehrerin Angela Grob alle verharren. Sie trug ihren Sohn auf dem Arm und sang «Giunse alfin il momento» aus der «Hochzeit des Figaro» von W. A. Mozart mit kräftiger, klarer Stimme und weichem Timbre. Einfühlsam begleitete sie Jaroslaw Netter am Flügel.

Mit Leichtigkeit

In dunklen Tonfarben und akzentuierten Rhythmen entführte Lydia Gorecki-Krysta in die Mystik von Frederic Chopins Klaviermusik. Einen Höhepunkt bildete der erste Satz aus dem Harfenkonzert von Reinhold Glière. Vorgetragen wurde er brillant und mit stupender Leichtigkeit von der Harfenistin Christina Kurz, begleitet von Jaroslaw Netter.

Ein besonderer Künstler seines Fachs ist der junge Thaler Cellist Thomas Berchtold. Er wagte sich erfolgreich an das Werk eines Ausnahmekönners auf dem Instrument. Der Spanier Gaspar Cassadó schrieb in Anlehnung an die barocke Suite ein modernes Werk, das an einen Cellisten technisch wie tonlich hohe Ansprüche stellt.

In die Sparte «Exotisches» ist wohl das Marimbaphon einzuordnen – eine Vergrösserung und Weiterentwicklung des Xylophons. Die Klangfarben werden mit unterschiedlichen Schlegeln erzeugt. Christoph Indrist spielte mit zwei Schlegeln in jeder Hand, erzeugte damit einen grossen Klangraum und zeigte, dass dieses Instrument musikalisch und physikalisch viel vom Spieler verlangt. Im Marimbakonzert kam der warme und etwas hölzerne Klang voll zum Tragen, während in «A Little Prayer», mit weicheren Schlegelköpfen gespielt, der Choral einer vollen Orgel nahe kommt.

Klezmer und Balkanmusik

Den mitreissenden Abschluss des Konzerts gestaltete die Lehrerband. Angesagt war Klezmer; eine Musik, die typisch ist für den hebräischen Raum. Sie wird seit über tausend Jahren in dieser Form gespielt.

Bruno Ritter ist ein begnadeter Klarinettist und beherrscht das Instrument in all seinen Facetten: Von melancholisch über besondere Steigerungen bis zu aufreizend, mit rhythmischen Veränderungen. Er wurde ergänzt und unterstützt durch Rainer Thiede, Gitarre, und Reto Kuster, Percussion.

Als eigentliche Beigabe spielte das Trio dann zwei Stücke aus dem Balkan. Lang anhaltender Applaus war der Dank für die Lehrerinnen und Lehrer.

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