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Lebendiges Denkmal für den Dialekt

DIEPOLDSAU. Die regional- und ortstypischen Dialekte verschwinden zusehends. Das gilt auch für den Diepoldsauer Dialekt. Mit einem Hörbuch wird er nun dokumentiert.
Berta Thurnherr mit dem Porträt einer unbekannten Diepoldsauerin. (Bild: Susi Miara)

Berta Thurnherr mit dem Porträt einer unbekannten Diepoldsauerin. (Bild: Susi Miara)

Diepoldsau hat eine besondere Grenzlage zwischen dem Alten und dem Neuen Rhein. Durch diese Lage ist seine Geschichte einmalig, ebenso der Dialekt, der sich sehr lange in ursprünglicher Form erhalten hat. Diese Mundart stellt ein grosses Kulturgut der Gemeinde dar und zusammen mit der Landschaft am Fluss bildet die «Tippilzouar Schpròòch» einen einzigartigen Schatz.

Doch Sprache verändert sich, in der heutigen Zeit aufgrund der medialen Vernetzung und steigenden Mobilität sogar immer schneller, und der Schatz droht unterzugehen: dialekttypische, urtümliche Wörter verschwinden, Betonungen verändern sich.

Zwei Projektideen, ein Ziel

Gleich zwei Parteien beschäftigten sich letztes Jahr unabhängig voneinander mit dem Diepoldsauer-Dialekt und seiner Verwässerung. So begann die Gemeinde Diepoldsau-Schmitter mit der Planung eines Diepoldsauer Wörterbuchs.

Gleichzeitig beschäftigte sich Berta Thurnherr, die schon 1999 eine CD mit Diepoldsauer und Schmitter Geschichten herausgab, mit einer Weiterführung des Projektes als Hörbuch.

Dazu hatte sie auch schon Gespräche mit Fachleuten von Radio- und Projektarbeit geführt. Dank dem Gemeindeblatt, in dem die Gemeinde von ihrer Absicht berichtete, fanden sich jedoch die beiden Projekte: Berta Thurnherr las von der Idee der Gemeinde und stellte ihr Vorhaben dem Gemeindepräsidenten

Roland Wälter vor, der die Zusammenführung der beiden Projekte dem Gemeinderat vorschlug.

Was sinnvoll ist, leuchtet ein, und so beschloss die Gemeinde Diepoldsau-Schmitter, die beiden Projekte zusammenzuführen und zusammen mit Berta Thurnherr ein Hörbuch mit Wörterbuch zu produzieren.

Auf der Grundlage des riesigen Schatzes an Geschichten «usam letschta Joorhundart vum zwaita Joortuusig» von Berta Thurnherr soll ein Buch entstehen, welches Dialekt und Geschichte verbinden und lebendig das Leben im Dorf präsentieren.

Die Geschichten erzählen authentisch aus früherer Zeit, von 1986 bis 1989 durch Berta Thurnherr und Maria Schmid in Gesprächen mit Ältesten der Gemeinde auf Tonbänder aufgenommen. Und das in einer Sprache, die es heute so nicht mehr gibt und kaum mehr gesprochen wird.

Wort für Wort

Nun werden diese Geschichten Wort für Wort aufgeschrieben, um zum geplanten Hörbuch zusammenzuwachsen: Geschriebene Geschichten, welche auf beiliegender CD auch hörbar sind, reich illustriert und ansprechend gestaltet, ein Werk als lebendiges Denkmal für den Diepoldsauer-Dialekt.

Fertig im November

Damit das Hörbuch, das soweit wie möglich eine Diepoldsauer-Produktion werden soll, wie geplant im November 2010 erscheint, hat sich ein kompetentes Projektteam zusammengeschlossen: Roland Wälter, Udo Hutter und Daniel Frei als Vertreter der Politischen Gemeinde, die den Vertrieb des Hörbuches übernimmt, Ferdi Hutter der Ortsgemeinde

Diepoldsau und Tony Frei der Ortsgemeinde Schmitter, natürlich Berta Thurnherr als Verwalterin des Geschichten-Schatzes und der aus Berneck stammende Richi Küttel als Projektleiter und Koordinator des Vorhabens. Am Donnerstag, 21. Januar, fiel nun der Startschuss für das Projekt. Es darf also im kommenden November ein Werk erwartet werden, das dem Diepoldsauer Dialekt handwerklich und künstlerisch ansprechend ein Denkmal setzt. (rk)

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