Lawinen bleiben unberechenbar

DAVOS. Acht Tote in zwei Tagen. Das vergangene Wochenende hat auf traurige Art und Weise bewiesen, dass Lawinen unkontrollierbare Naturgewalten sind. Es können einzig Einschätzungen der Lawinengefahr gemacht werden. Diese werden vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) vorgenommen.

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DAVOS. Acht Tote in zwei Tagen. Das vergangene Wochenende hat auf traurige Art und Weise bewiesen, dass Lawinen unkontrollierbare Naturgewalten sind. Es können einzig Einschätzungen der Lawinengefahr gemacht werden. Diese werden vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) vorgenommen. Dabei werden die Regionen in Gefahrenstufen von eins bis fünf eingeteilt. Aktuell herrscht im Alpsteingebiet die Stufe 3, im Berner Oberland und im Wallis gar die Stufe 4. Doch allein auf die Gefahrenstufen sollte man sich nicht verlassen, sagt Gian Darms, Lawinenprognostiker des SLF. «Diese entwickeln sich nicht linear, sondern exponentiell.» Es bestünden grosse Unterschiede innerhalb der einzelnen Stufen. «Deshalb ist es wichtig, dass vor allem unsere schriftliche Einschätzung der Regionen beachtet wird.» Darms betont: «Es gibt unzählige Faktoren wie Neuschneemenge, Schneebeschaffenheit oder regionale Unterschiede, die berücksichtigt werden müssen. Gleichzeitig hat das Wetter einen grossen Einfluss, weshalb wir eng mit den Wetterdiensten zusammenarbeiten. Aus diesen Gründen ist die Gefahreneinschätzung des SLF eine Empfehlung und keine abschliessende Beurteilung.» Jeder müsse selber einschätzen, ob er das Risiko für vertretbar hält.

«Und letztlich kann man auch einfach Pech haben.» Aussagen, die nach dem vergangenen Wochenende bestätigt wurden. Es lag eine Gefahrenstufe vor, die laut Darms für die Schweiz nichts Aussergewöhnliches war. Und dennoch wurden mehrere Lawinen ausgelöst, die acht Menschen das Leben kosteten. (tn)

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