LAUFSPORT: Mathias Nüesch wird Vierter

Der internationale Marathon der besonderen Art startete gestern in Lindau und führte die rund 1300 Läufer über Bregenz nach St. Margrethen. Es war die elfte Auflage mit steigenden Teilnehmerzahlen.

Roland Jäger
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Diese kleinen Läufer hatten sogar Unterstützung wie die Profis und wurden von einem «Hasen» angeführt, auch das Gerangel beim Start ist schon ziemlich professionell. (Bilder: Roland Jäger)

Diese kleinen Läufer hatten sogar Unterstützung wie die Profis und wurden von einem «Hasen» angeführt, auch das Gerangel beim Start ist schon ziemlich professionell. (Bilder: Roland Jäger)

Roland Jäger

Der ebenso anspruchsvolle wie attraktive Lauf über die volle Marathon-Distanz von 42,195 Kilometern, davon rund drei Kilometer auf Schweizer Boden, führte entlang des Bodensees via Bregenz und Höchst schliesslich zum Wendepunkt in St. Margrethen und zurück nach Bregenz.

Lockerheit und Freude bei Marathonis erkennbar

Das für alle unabdingbare, gezielte Aufbautraining für den 3-Länder-Marathon hatte sich deshalb gelohnt, weil eine gewisse Lockerheit und die Freude am Laufen offensichtlich erkennbar waren. Bei bester Stimmung passierten die Athleten die Zwi- schenzeit in St. Margrethen. Dass der eine oder andere auf den letzten Kilometern etwas zu «beissen» hatte, war ebenso logisch wie verständlich.

Nüesch bleibt unter zweieinhalb Stunden

Der sportliche Ehrgeiz war deshalb gegeben, da an diesem Wettbewerb nebst dem Tagessieger auch der österreichische Staatsmeister im Marathon ermittelt wurde. Mit einer Bravourleistung wartete der Widnauer Mathias Nüesch mit dem hervorragenden vierten Rang auf. Noch vor dem besten Österreicher Seid Endris (5. Rang). Sieger wurde der Marokkaner El Jaddar Ahmed in einer Zeit von 2:21:29 Std., Zweiter der Deutsche Andreas Strassner und Dritter der Kenianer Isaac Kosgei mit 2:24:19, Nüesch brauchte nur fünf Minuten und 21 Sekunden mehr und lief damit unter der magischen Grenze von 2:30 Std.

Die Gemeinde St. Margrethen in Kooperation mit mehreren Dorfvereinen zeigte sich einmal mehr kreativ, als im Sog dieses Grossanlasses etwas für den Nachwuchs getan wurde. Das OK unter der Regie von Felix Tobler hatte Läufe für vier Alterskategorien vorbereitet. Die Schüler­läufe, umfassend Teilnehmer der Jahrgänge 2002 bis 2008, boten den jungen Talenten eine willkommene Gelegenheit, sich in einem spielerischen Wettkampf mit Gleichaltrigen zu messen. Die Eltern und Zuschauer fieberten nicht nur gespannt mit ihren Sprösslingen mit, sondern brachten auch ihre Freude mit aufmunternder Unterstützung zum Ausdruck.

Kinderläufe unter dem Motto «Sport und Spass»

Motivierende Anfeuerungen vermochten die begeisterten Junioren und Kids förmlich zu Höchstleistungen zu treiben. Einige gab es freilich durchaus auch, die es bevorzugten, die Läufe weniger unter dem Sport- als vielmehr dem Spass-Modus zu absolvieren. Felix Tobler, OK-Präsident: «Es macht schon Freunde, für die Jungen einen Wettkampf unmittelbar vor der Haustür, im Dorf, auf die Beine zu stellen. Nicht nur die jungen Talente, sondern auch die Eltern und Zuschauer zeigten sich jedenfalls happy, dabei zu sein.» Die Arbeit um die Organisation, die in vorbildlicher Art geleistet wurde, ist dem OK damit «gedankt», als man rundum zufriedene, strahlende und stolze Nachwuchstalente erblickte, die sich bereits auf nächstes Jahr zu freuen schienen.

Weitere Bilder: www.rheintaler.ch