LAUFSPORT: Magische Marke unterboten

Die «Donnschtig-Hüpfer» Stefan Schmauder und Heinz Bodenmann laufen den 44. Berlin-Marathon in 2.26 Stunden.

Andrea Kobler
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Stefan Schmauder (links) und Heinz Bodenmann erreichen ihr Saisonziel mit einer Marathonzeit unter 2.30 Stunden. (Bild: pd)

Stefan Schmauder (links) und Heinz Bodenmann erreichen ihr Saisonziel mit einer Marathonzeit unter 2.30 Stunden. (Bild: pd)

Das Ziel war klar, die magische Marathonmarke von 2.30 Stunden zu unterbieten. Doch mit der Zeit 2.26,35 bzw. 2.26,56 zeigten sich die «Donnschtig-Hüpfer» Heinz Bodenmann und Stefan Schmauder schliesslich selber überrascht. «Die Zeit bedeutet mir sehr viel, haben wir doch lange darauf hingearbeitet», freut sich Bodenmann. Das Wetter war regnerisch und damit nicht ideal. Die beiden Rheintaler organisierten die Verpflegung gemeinsam, unterstützten sich mental und sprachen sich ab, in welcher Gruppe sie laufen möchten.

In den Top 10 des Landes

«Wir starteten schneller als wir uns vorgenommen hatten und brachen nie ein», analysierte Bodenmann. Bei Kilometer 38 konn- te er das Tempo nochmals verschärfen, Schmauder hingegen spürte ab Kilometer 30 seine immer härter werdende Oberschenkelmuskulatur und nahm etwas Tempo raus: «Ich wusste zu diesem Zeitpunkt, dass ich unter 2.30 laufen kann und wollte nichts riskieren.»

Nicht nur die Zeit war für die beiden Läufer speziell, sondern auch die Platzierung. Sie unterboten ihr Ziel, unter die Top 100 zu laufen deutlich. Bodenmann erreichte das Ziel als 70. des Gesamtklassements. Schmauder wurde 73. Heinz Bodenmann war damit siebtbester Schweizer, Stefan Schmauder, der für sein Heimatland startete, siebtbester Deutscher.

Nun sechs «Hüpfer» unter 2.30 Stunden

Die «Donnschtig-Hüpfer» sind somit einer der wenigen Lauftreffs in der Ostschweizer Laufszene, die sechs Langstreckenläufer – Bodenmann, Schmauder, Christoph Schefer, Adrian Marti, Fredi Marti und Alex Thür – mit einer Laufzeit unter 2.30 Stunden über einen Marathon vorweisen können. Während Stefan Schmau- der es in den nächsten Wochen etwas ruhiger angehen wird, hat Heinz Bodenmann noch ein weiteres grosses Saisonziel vor Augen: Er will die Gesamtwertung im Waffenlauf gewinnen. «Nach der sensationellen Marathonzeit wäre dies noch eine schöne Zugabe», lacht er.

Als schnellster Schweizer un­ter 4000 Läuferinnen und Läufern bewältigte Adrian Lehmann aus Langenthal den Berlin-Ma­rathon in 2.15 Stunden. Christian Kreienbühl, Sieger des Altstätter Städtlilaufs, gelang der Wiedereinstieg in den Marathon mit 2.17 Stunden. Insgesamt waren rund 600 Schweizer am Start, von denen 43 unter drei Stunden liefen.

In Berlin am Start waren auch Raffael Zanoni (291. der Hauptklasse in 3.04 Stunden), Roger «Rats» Coray, der grösste Rheintaler Fan von Marathonläufer Christian Kreienbühl (807. in der Kategorie M 50 in 3.38). Auch in der Kategorie M 50 lief Reto Moschen von Mila Rheintal nach 3.20 Stunden über die Ziellinie.

Andrea Kobler