Larissa Bertényi und Alina Tobler überzeugen

LEICHTATHLETIK. An den Schweizer U16- und U18-Meisterschaften in Riehen BS gewinnen Larissa Bertényi aus Widnau und Alina Tobler aus Walzenhausen je zwei Medaillen. Wegen einer Verletzung verpasste die dritte Medaillenkandidatin, Fiona Rüttimann aus Widnau, den nationalen Saisonhöhepunkt.

Michele Bellino
Merken
Drucken
Teilen
Alina Tobler meldet sich nach einer Verletzung mit zwei Silbermedaillen zurück. (Bild: Andreas Lechner)

Alina Tobler meldet sich nach einer Verletzung mit zwei Silbermedaillen zurück. (Bild: Andreas Lechner)

Leichtathletik. An den Schweizer U16- und U18-Meisterschaften in Riehen BS gewinnen Larissa Bertényi aus Widnau und Alina Tobler aus Walzenhausen je zwei Medaillen. Wegen einer Verletzung verpasste die dritte Medaillenkandidatin, Fiona Rüttimann aus Widnau, den nationalen Saisonhöhepunkt. Die vielseitige Athletin des LC Brühl hatte ihr Highlight des Jahres mit der Teilnahme an den europäischen Jugendspielen in Tiflis erlebt.

Bessere Stimmung als in Basel

Die jüngeren Kategorien massen sich in Riehen, einem Vorort von Basel. Keine zehn Kilometer entfernt war die Stimmung auf der kleinen Anlage wesentlich besser als auf der grossen Schützenmatte. Die Organisatoren boten nicht zum ersten Mal einen tollen Wettkampf mit dem kompetentesten Speaker der Schweiz.

Alle Anlagen in Riehen waren sehr gut vorbereitet, und die zahlreichen Zuschauer wurden bestens unterhalten. Wie so oft warteten die Organisatoren mit einer Neuigkeit auf: Jede Medaille bekam vor der Übergabe eine Gravur: Name und Leistung des Athleten. Der Aufdruck der Schleife ähnelt sehr einer olympischen Medaille. So stieg die Motivation der jungen Athletinnen und Athleten, eine solche Medaille zu gewinnen, nochmals. Zudem wurden die ersten Sechs mit einem Preis prämiert.

Bertényi im Halbfinal top

Einen Superlauf legte Larissa Bertényi vom STV Balgach im Halbfinal über 80 m hin. Die U16-Athletin lief mit 10,02 s einen neuen Kantonalrekord. Sie unterbot den acht Jahre alten Rekord von Nina Graf (KTV Altstätten) um zwei Hundertstelsekunden. Leider wurde genau bei diesem Lauf, aus welchem Grund auch immer, keine Windmessung vorgenommen. Dies führt dazu, dass diese Zeit nicht als Rekord anerkannt werden kann. Aber für die Finalqualifikation als Halbfinal-Schnellste war die Zeit natürlich «hart» genug. Im Endlauf musste sie sich von zwei Athletinnen geschlagen geben und gewann mit 10,13 s die Bronzemedaille.

Am Sonntag ging Larissa Bertényi als Saisonschnellste über 80 m Hürden an den Start. Sie überstand ohne Probleme den Vorlauf und den Halbfinal. Im Final pulverisierte aber Annik Kälin aus Landquart förmlich ihre persönliche Bestzeit, so dass für Bertényi «nur» noch die Silbermedaille blieb. Mit 11,81 blieb sie knapp über ihrem Rekord von 11,74 Sekunden.

Tobler ist wieder zurück

In der U18-Kategorie ist die Schweizer Weitsprung-Rekordhalterin Alina Tobler (LC Brühl) nach einer langen Verletzungspause wieder zurück. Wohl nicht ganz in Topform, aber doch in der Verfassung, dass es für Alina Tobler aus Walzenhausen zu zwei Medaillen reichte. Am Samstag sprang sie 5,65 m weit und musste sich nur von Géraldine Ruckstuhl, U18-Weltmeisterin und Weltrekordhalterin im Siebenkampf, geschlagen geben. Nach einem verhaltenen Vorkampf, wo sie nur als Sechste den Final der besten Acht erreichte, gelang ihr im fünften Versuch der Sprung auf das Podest. Am Sonntag sprang die Vorderländerin im Dreisprung 11,48 m weit. Sie verpasste die Goldmedaille um nur sieben Zentimeter. Es war ein bitterer Moment für sie, als sich die Siegerin in ihrem fünften Versuch um mehr als 40 Zentimeter steigern konnte – und so Tobler noch von der Spitze verdrängen konnte.

Hutter wirft Speer in Top 6

Ein toller sechster Rang gelang Claudia Hutter vom STV Kriessern. Die U18-Athletin warf den 500 Gramm schweren Speer 38,32 Meter weit. Dies ist persönlicher Rekord.

Persönlicher Rekord für Wigger

Über 400 Meter gelang der U18-Athletin Rebecca Wigger vom STV Balgach ebenfalls ein persönlicher Rekord. Sie wurde mit 61,79 s Elfte. Dies gelang auch Dario Breitenmoser vom STV Oberriet-Eichenwies. Er lief über 3000 Meter mit einer Zeit von 10:33,94 Minuten als Sechzehnter ins Ziel.

Unterschiedlich erging es den beiden Jüngsten. Während sich Lena Bischofberger (KTV Altstätten) mit einer Rückenverletzung auseinandersetzen musste, erreichte Sina Mattle als 23. das Ziel über 2000 Meter. Ihre gleichaltrige Vereinskollegin, Alessia Stampfli vom STV Oberriet-Eichenwies, lief 15 Sekunden früher ins Ziel und wurde mit 7:39,58 Neunzehnte.

Larissa Bertényi (l.) gewann Bronze im Sprint und – passend zu ihrem Schuh – Silber im Hürdensprint. Pech hatte die 15-Jährige, weil bei ihrem 80-m-Rekordlauf die Windmessanlage versagte. (Bild: Patrick Untersee)

Larissa Bertényi (l.) gewann Bronze im Sprint und – passend zu ihrem Schuh – Silber im Hürdensprint. Pech hatte die 15-Jährige, weil bei ihrem 80-m-Rekordlauf die Windmessanlage versagte. (Bild: Patrick Untersee)