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Langjährige Lehrpersonen verabschiedet

An der Primarschule Oberriet werden die zwei Lehrer Paul Buob und Urs Heeb nicht mehr unterrichten, weil sie in Pension gehen.
Paul Buob (v. l.) und Urs Heeb verlassen die Primarschule Oberriet. (Bild: rz)

Paul Buob (v. l.) und Urs Heeb verlassen die Primarschule Oberriet. (Bild: rz)

Bei einem Nachtessen mit dem gesamten Lehrerteam wurden Paul Buob und Urs Heeb nicht nur würdevoll verabschiedet, sondern auch gebührend für ihr grosses, jahrzehntelanges Engagement geehrt.

Lesen und Schreiben das A und O

Den einst gefällten Entscheid, Lehrer zu werden, hat Paul Buob in seiner jahrzehntelangen Berufstätigkeit nie bereut. Die aufgestellte, fröhliche und begeisterte Art der Kinder in diesem Alter motivierte ihn bis zum letzten Schultag. Sobald die Kinder um ihn herum waren, sprudelten die Ideen für den Unterricht nur so aus ihm heraus. Er hat seine ersten 20 Berufsjahre in St. Gallen-St. Georgen erlebt. Dann folgte mit seiner Familie der Wechsel nach Oberriet. In den 2000er-Jahren absolvierte er berufsbegleitend die Schulleiterausbildung und leitete einige Jahre das Schulteam zusammen mit Carola Hollenstein. Als sich das Pensum als Schulleiter deutlich erhöhte, entschied er sich für die Lehrtätigkeit. Er sagt dazu: «Der Beruf als Berufung, anders geht es für mich nicht.» Ihm war immer sehr wichtig, die Schüler kindgerecht und ganzheitlich zu bilden, mit Kopf, Herz und Hand. Der Lehrer aus Berufung wollte nie «Arbeiter» für die Wirtschaft produzieren, sondern Menschen formen. Dies ist ihm bei seinem grossen Engagement gelungen. Um die Zukunft der Schule macht er sich keine Sorgen, solange die Lehrpersonen und Schulentwickler die Schule vom Kinde ausgehend betrachten und gestalten. Nun hat Paul Buob Zeit, sich den schönen Dingen zu widmen, wie Garten, Chorprojekten, Kochen, Reisen und vielleicht auch gemeinnützige Arbeit.

Nicht im Trott versinken

Nach Matura-Abschluss 1976 hätte Urs Heeb eigentlich genug von der Schule gehabt. Doch damals herrschte Lehrermangel, und auf Anraten des Berufsberaters meldete er sich für den «Sonderkurs» am Lehrerseminar in Rorschach an. Als einer von 23 aus 80 Bewerbern wurde er zugelassen. Seine erste Stelle trat er im Herbst 1977 an der Unterstufe Hub-Hard an.

Anfang der 1980er-Jahre liess er sich zum Legasthenie-Therapeuten ausbilden. Urs Heeb wechselte rund alle zehn Jahre seine Anstellung, nicht weil es ihm nicht mehr gefiel, sondern weil er Abwechslung brauchte. Er befürchtete, zu starr in einem Trott zu versinken. 1995 suchte der Zweckverband Kleinklassen B in Montlingen eine neue Lehrperson. Der Singsaal im Sekundarschulhaus Oberriet diente Heeb als Schulzimmer und ein Jahr danach zog die Kleinklasse B ins Schulhaus Burgwies. Veränderungen habe es immer gegeben. Aber die grösste und seiner Meinung auch schwerwiegendste Veränderung ist, dass das eigentliche Kerngeschäft, der Unterricht und die direkte Arbeit mit dem Kind, leider auf den zweiten Rang verschoben wurde. Die Kinder an sich seien heute nicht viel anders als vor 40 Jahren. Dank des «Mitenand-Projekts» gehe es auf dem Pausenplatz sogar etwas gesitteter zu und her. Urs Heeb hat mit seiner Art, mit seiner beispielhaften Arbeit vielen Kindern entscheidend mitgeholfen, ihren Weg zu finden. Er hat nun Zeit für seine «Ämtli» und beim Zubereiten von Brennholz. (sk)

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