Landschaftsqualität im Rheintal

WIDNAU. Die von den eidgenössischen Räten in Bern beschlossenen Landschaftsqualitätsbeiträge sind ein neues Direktzahlungsinstrument der Agrarpolitik, mit dem landschaftsprägende Elemente finanziell unterstützt werden können.

Hansruedi Wieser
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Informationen von kompetenter Seite: Rolf Künzler, Nicole Inauen und Walter Freund (von links). (Bild: Hansruedi Wieser)

Informationen von kompetenter Seite: Rolf Künzler, Nicole Inauen und Walter Freund (von links). (Bild: Hansruedi Wieser)

Im Rheintal gibt es von Rüthi bis Thal rund 400 bäuerliche Betriebe. An einer Informationsveranstaltung zum Projekt Landschaftsqualitätsbeiträge (LQB) fanden sich am Dienstagabend im Widebaumsaal des Hotels Metropol gut 150 Personen ein. Eingeladen dazu hatten die beiden Organisationen Landwirtschaftliche Vereinigung Rheintal (LVR) und Bäuerliche Vereinigung unteres Rheintal (BVuR).

Regionales Konzept mit Vorteilen

Die Veranstaltung war der eigentliche Start zur Entwicklung des LQB-Projektes in der Projektregion Rheintal, in die man auch Thal einbeziehen will. Die regionale Aufgliederung der Projekte im Kanton St. Gallen dränge sich wegen der sehr unterschiedlichen Landschaftsstrukturen auf, wurde betont.

Zudem gebe sie den Verantwortlichen einen grossen Gestaltungsraum bezüglich der Ziele sowie der Massnahmen- und Beitragskonzepte. Referenten waren die promovierte Biologin (Ph. D. in Pflanzenökologie) Nicole Inauen und ETH-Agraringenieur Rolf Künzler vom Landwirtschaftlichen Zentrum St. Gallen (LZSG). Moderiert wurde der Anlass von Kantonsrat Walter Freund, Eichberg.

Projektstart noch in diesem Jahr

«Wir müssen das Projekt in diesem Jahr starten, damit wir nächstes Jahr Beiträge erhalten», hatte Freund schon an der Hauptversammlung der von ihm präsidierten Landwirtschaftlichen Vereinigung Rheintal erklärt. Grundlagen für die Projekteingabe werden seit einiger Zeit gesammelt, die Trägerschaft wird derzeit gebildet.

Die verlangte Landschaftsanalyse für das Rheintal wurde bei der Hochschule Rapperswil mit seinem Kompetenzzentrum Infrastruktur und Lebensraum in Auftrag gegeben. Der Entwurf soll bereits im Mai als Diskussionsgrundlage vorliegen. Bis 31. Oktober wird der Kanton den Projektbericht prüfen und allenfalls ergänzen und beim Bund einreichen. Die bestehenden fünf Vernetzungsprojekte werden ins LQB integriert.

Kerngruppe und Begleitgruppe

Die Trägerschaft wird von den beiden landwirtschaftlichen Vereinigungen auf die Beine gestellt. Die personelle Zusammensetzung der Kerngruppe mit Walter Freund als Präsidenten ist mehr oder weniger fix. Vertreten in diesem Entscheidgremium sind Landwirte, Vernetzungsprojekte, politische und Ortsgemeinden, Förster sowie der Weinbau.

In der Begleitgruppe sitzen Vertreter der Melioration Rheintal, des Vereins St. Galler Rheintal und des Vereins Lebensraum Rheintal sowie der Bereiche Freizeit, Naherholung, Tourismus und Naturschutz.

Es gilt anzupacken, denn Freund machte klar: «Wir wollen das Projekt bis 31. August einreichen.» Eine Beteiligung ist für die Bauern freiwillig.

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