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Landfrauen und die Flaschenpost

Beinahe 270 Gäste durften gestern an der Rheintaler Landfrauentagung in Marbach begrüsst werden. Auf dem Programm standen ein Vortrag über «Das Geheimnis der Hände», Musik und geselliges Beisammensein.
Gerhard Huber
Die Landfrauen freuten sich über einen interessanten Vortrag zum Thema «Das Geheimnis der Hände». (Bild: Ulrike Huber)

Die Landfrauen freuten sich über einen interessanten Vortrag zum Thema «Das Geheimnis der Hände». (Bild: Ulrike Huber)

«Hand in Hand», «eine Hand wäscht die andere», «nicht von der Hand zu weisen». Zahlreiche Redewendungen machen deutlich, wie wichtig unsere beiden haltenden, streichelnden, tippenden oder gestikulierenden Gliedmassen sind. So betonte die Obfrau der Landfrauen Marbach-Lüchingen, Cornelia Eugster, bereits in der Begrüssung das Thema dieser Landfrauentagung. «Denn Handarbeit begleitet uns Landfrauen durch den Tag und durch das Leben.» So war es auch der Arbeit vieler Hände zu verdanken, dass sich die Mehrzweckhalle Amtacker und die Tischreihen prächtig dekoriert zeigten und Kaffee und Kuchen sowie der Zvieri durch die fleissigen Helferinnen der Marbach-Lüchinger Landfrauen ohne Verzögerung zu den etwa 270 Teilnehmerinnen dieser Tagung gelangten.

Landwirtschaft und Umweltschutz: Hand in Hand

Die Landfrauen haben sich vor einiger Zeit geöffnet. Nicht nur Bäuerinnen, sondern alle Frauen, die sich bodenständig und handschaffend fühlen, können sich den Ortsgruppen anschliessen. Denn Gemeinsamkeit macht stark. Marbachs Gemeindepräsident Alexander Breu betonte in seiner Begrüssung die Wichtigkeit der Tatsache, dass im Rheintal Landwirtschaft und Umweltschutz Hand in Hand gehen. «Und bei uns wissen die Kinder noch, dass die Milch nicht aus dem Tetrapack, sondern von echten Kühen und der Salat von Feld und Acker und nicht aus dem Lebensmittelladen kommt.»

Mit wunderbaren, ländlich-volkstümlichen Weisen umrahmten zehn junge Akkordeonspieler der Musikschule Goldach unter der musikalischen Leitung von Eliane Segmüller den abwechslungsreichen Nachmittag.

Aber nicht nur auf der «Quetschkommode» zeigten die Musikschüler ihr Können, auch Kochlöffel, Rührbesen und die Handorgelkoffer wurden als Instrumente verwendet. Und Flaschen, die aufgrund unterschiedlicher Füllstände eine ganze Tonleiter bildeten und die ideale Instrumentierung für das mit dem Holzlöffel geklopfte Musikstück «Fläscheposcht» bildeten.

Von Michelangelo bis zu den vier Elementen

Den Hauptprogrammpunkt bestritt PHSG-Rektor i. R. Alfred Noser mit seinem Referat über das «Geheimnis der Hände». Unterstützt von einer grossflächig projizierten passenden Bildauswahl sprach er die Bedeutung dieser wohl wichtigsten Gliedmassen an. Dabei wollte er einige Fragen beantworten. Was habe ich den Händen zu verdanken? Was tragen meine Hände zu meinem persönlichen Glück bei? Welche Tätigkeit mit den Händen bereichern, erfüllen, erfreuen mein Leben. Alfred Noser sang ein wahres Loblied auf die Hände. Auf diese einzigartigen Greifwerkzeuge, die es dem Menschen ermöglichen, Nahrung anzubauen, Werkzeuge zu handhaben und hoch technisierte Maschinen zu bedienen.

So führte sein rhetorischer Streifzug durch die Welt der Hände von der Geburt über Kindheit, Pubertät, Heirat bis zum Tod. Von Michelangelos Erweckungsszene in der Sixtinischen Kapelle über «heilende» Hände bis zu den vier Elementen Erde, Wasser, Luft und Feuer, die ja auch über die Hände spürbar seien.

Nach diesem stark akklamierten populärwissenschaftlichen Vortrag sassen die Besucherinnen beim Zvieri, dem Grusswort der kantonalen Vertretung der Landfrauen und der Vorschau auf die nächstjährige Tagung in Balgach noch gemütlich beisammen.

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