Kurs soliden Wachstums beibehalten

ST.MARGRETHEN/RHEINECK. Die Raiffeisenbank Unteres Rheintal kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Die Bilanzsumme hat sich um 21 Millionen Franken auf 475,6 Millionen Franken erhöht, was einem Wachstum von 4.5 Prozent entspricht. Auch für 2011 wird ein moderates Wachstum erwartet.

Bea Sutter
Drucken
Teilen
In der Rheinauhalle in St. Margrethen nahmen 572 Genossenschafterinnen und Genossenschafter an der dritten Generalversammlung der Raiffeisenbank Unteres Rheintal teil. In der Turnhalle Kugelwis in Rheineck waren 512 Mitglieder anwesend. (Bilder: Bea Sutter)

In der Rheinauhalle in St. Margrethen nahmen 572 Genossenschafterinnen und Genossenschafter an der dritten Generalversammlung der Raiffeisenbank Unteres Rheintal teil. In der Turnhalle Kugelwis in Rheineck waren 512 Mitglieder anwesend. (Bilder: Bea Sutter)

Gestern Abend fand die Generalversammlung der Raiffeisenbank Unteres Rheintal an den beiden Standorten, in St. Margrethen und in Rheineck statt. In St. Margrethen, dem diesjährigen Hauptort, begrüsste Christian Jakob, Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Unteres Rheintal die Genossenschafterinnen und Genossenschafter zur dritten Generalversammlung. Die Kugelwis-Turnhalle in Rheineck und die Rheinauhalle in St. Margrethen waren mittels Satellitenübertragung miteinander verbunden. Aus Rheineck hielt Vize-VR-Präsident Felix Wetter die in St. Margrethen Anwesenden auf dem Laufenden. Insgesamt nahmen 1084 Genossenschafterinnen und Genossenschafter an der GV teil, 572 Stimmberechtigte waren es in St. Margrethen und 512 in Rheineck.

Jahresgewinn wurde gesteigert

«Die Raiffeisenbank Unteres Rheintal darf mit Stolz auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 zurückblicken», begann Christian Jakob seinen Jahresbericht. «Trotz abnehmender Zinsmarge konnten wir unseren Jahresgewinn steigern und nahezu jeder zweite Einwohner in unserem Geschäftsgebiet ist Mitglied unserer Bank». Einhergehend mit der insgesamt positiven Entwicklung der Schweiz habe auch das Bauvolumen weiter zugenommen. «Wir sind uns bewusst, dass das Wachstum in diesem Bereich eng an das Zinsniveau gebunden ist. Aktuelle Prognosen sprechen kurzfristig nicht für eine Erhöhung. Mittelfristig gehen wir jedoch von einem moderaten Anstieg aus. Schwierig macht die Prognose allerdings der harte Schweizerfranken.»

Selbstbewusst und wachsend

Die Raiffeisenbank Unteres Rheintal zählte bist Ende Dezember 4915 Genossenschafterinnen und Genossenschafter. Dies entspricht einem neuerlichen Zuwachs von 127 Mitgliedern. Das Bankinstitut habe sich auch im vergangenen Geschäftsjahr selbstbewusst behauptet. Der Neugeldzuwachs von fast 20 Millionen Franken zeuge von Vertrauen in das Institut. «Ich bin überzeugt, dass uns trotz der weltpolitischen Unsicherheiten ein Wachstum bevorsteht. Wenn es uns gelingt, die Weichen richtig zu stellen, dürfen wir uns auf ein gutes 2011 freuen». Christian Jakob dankte den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern für ihre Kundentreue und allen Mitarbeitenden für das Engagement. Oswald Wetli, Vorsitzender der Bankleitung führte aus, dass im vergangenen Geschäftsjahr die Bank im Kerngeschäft, trotz einer verschärften Konkurrenzsituation, weiter erfreulich wachsen und Marktanteile gewinnen konnte. Die Bilanzsumme der Raiffeisenbank Unteres Rheintal hat sich um 21 Millionen Franken auf 475,6 Millionen Franken erhöht, was einem Wachstum von 4,5 Prozent entspricht. «Eine Bilanzsumme von 500 Millionen Franken scheint heute in greifbarer Nähe», sagte Oswald Welti, räumte aber ein, dass Wachstum nicht das oberste Ziel sei, sondern dass Stabilität und Sicherheit Priorität hätten. Die Kundenausleihungen sind um 11,7 Millionen Franken auf 377 Millionen Franken angewachsen. Die traditionellen Hypotheken erhöhten sich um 13 Millionen Franken. Die Kundengelder konnten um beinahe 20 Millionen Franken auf 360 Millionen Franken erhöht werden. «Dieser neuerliche Zuwachs vom 5,75 Prozent widerspiegelt das Vertrauen der Kunden in unsere Bank», führte Oswald Wetli weiter aus. Der Betriebsertrag konnte im Berichtsjahr um 150 000 Franken auf 7,4 Millionen Franken erhöht werden. Trotz einem höheren Gesamtertrag blieb das Zinsengeschäft, das nach wie vor der stärkste Ertragspfeiler unserer Raiffeisenbank ist, unter dem Vorjahreswert. Der Hauptgrund dafür ist der unveränderte Druck auf die Zinsmarge.

Mehr Arbeitsplätze geschaffen

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich um 3,8 Prozent auf 3,55 Millionen Franken. Dieser Anstieg sei laut Oswald Wetli auf die höheren Personalkosten zurückzuführen. Denn das Wachstum der vergangenen Jahre hatte auch eine Aufstockung des Personalbestandes zur Folge. Die Raiffeisenbank Unteres Rheintal beschäftigt derzeit 25 Mitarbeitende. Dank haushälterischem Umgang mit den Mitteln resultierte ein Bruttogewinn von 3 554 000 Franken. Dieser liegt 1 Prozent über dem Vorjahresergebnis.

Moderates Wachstum erwartet

In der Position Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste entfällt beinahe der gesamte Betrag von 1 961 000 Franken auf die vorsorgliche Bildung von Rückstellungen in Form von stillen Reserven. Schlussendlich verbleibt ein Reingewinn von 861 000 Franken, der 1 Prozent über dem Vorjahr liegt. «Aufgrund des erneut guten Ergebnis 2010 konnten wir unsere Eigenkapitaldecke deutlich stärken», sagte Wetli. Die Raiffeisenbank Unteres Rheintal verfügt über Eigenmittel von 33,3 Millionen Franken. «Für unsere Bank erwarten wir ein moderates Wachstum. Auf der Ertragsseite wird unsere Zinsmarge weiterhin unter Druck bleiben, wir rechnen für 2011 mit einem Wachstum von ca. 4 Prozent sowie einem leicht höheren Bruttogewinn».

Sowohl in St. Margrethen als auch in Rheineck stimmten die Genossenschafterinnen und Genossenschafter allen Anträgen zu und erteilten dem Verwaltungsrat, der Bankleitung und der Revisionsstelle Entlastung. Auch die vom Verwaltungsrat beantragte Anteilscheinverzinsung mit 6 Prozent passierte einstimmig. Nach dem geschäftlichen Teil genossen alle das feine Nachtessen und die Gemütlichkeit.

Aus Rheineck zugeschaltet: Felix Wetter, Vizepräsident des Verwaltungsrates teilte die Resultate mit.

Aus Rheineck zugeschaltet: Felix Wetter, Vizepräsident des Verwaltungsrates teilte die Resultate mit.

Auch sie geniessen die Geselligkeit, die an der Generalversammlung der Raiffeisenbank herrscht. (v.l.) Berti und Felix Frei und Ernst Spiess.

Auch sie geniessen die Geselligkeit, die an der Generalversammlung der Raiffeisenbank herrscht. (v.l.) Berti und Felix Frei und Ernst Spiess.

Auer waren auch dabei: Josef und Verena Zoller fühlen sich wohl unter den vielen St. Margrethern.

Auer waren auch dabei: Josef und Verena Zoller fühlen sich wohl unter den vielen St. Margrethern.

Im Gespräch: (v.l.) Peter von Moos, von der Revisionsstelle Pricewaterhouse Coopers AG und Oswald Wetli, Vorsitzender der Bankleitung.

Im Gespräch: (v.l.) Peter von Moos, von der Revisionsstelle Pricewaterhouse Coopers AG und Oswald Wetli, Vorsitzender der Bankleitung.

Eine der vielen fröhlichen Runden: (v.l.) Fredi Britt, Kurt Hollenstein, Daniela Hollenstein und Markus Ritz stossen auf einen gemütlichen Abend an.

Eine der vielen fröhlichen Runden: (v.l.) Fredi Britt, Kurt Hollenstein, Daniela Hollenstein und Markus Ritz stossen auf einen gemütlichen Abend an.

Ebenfalls auf der Leinwand vorgestellt wurde Peter Züsts Nachfolger Michael Knöpfel.

Ebenfalls auf der Leinwand vorgestellt wurde Peter Züsts Nachfolger Michael Knöpfel.

Die GV ist ein Anlass, wo man sich gerne trifft: (v.l.) Fredy und Semia Höhener sowie Peter Nussbaumer hören den gegenüber Sitzenden aufmerksam zu.

Die GV ist ein Anlass, wo man sich gerne trifft: (v.l.) Fredy und Semia Höhener sowie Peter Nussbaumer hören den gegenüber Sitzenden aufmerksam zu.

Bild: pd

Bild: pd