KUNSTTURNEN: TZ Rheintal glänzt am Heidilandcup

Vier Medaillen, fünf Pokale und zwei Winner-Shirts fanden am Heidilandcup vom letzten Wochenende den Weg ins Rheintal. Besonders stark waren das Team der P2-Turner sowie Selim Arnaut.

Drucken
Teilen
Sieger und Betreuer des TZ Rheintal (von links): Trainer Sven Sixtus, Kampfrichter Nando Pallecchi, Florian Keller, Robin Loher, Selim Arnaut, Sam-Maximilian Wibawa, Damian Balmer und Kampfrichter Nedim Arnaut. (Bild: pd)

Sieger und Betreuer des TZ Rheintal (von links): Trainer Sven Sixtus, Kampfrichter Nando Pallecchi, Florian Keller, Robin Loher, Selim Arnaut, Sam-Maximilian Wibawa, Damian Balmer und Kampfrichter Nedim Arnaut. (Bild: pd)

Der Heidilandcup in Maienfeld war der letzte von fünf zum Ostschweizer Cup zählenden Wettkämpfen. Für die einen war es der letzte Wettkampf der Saison, für die anderen die Hauptprobe für die Junioren-Meisterschaften. Sieben Turner aus der Talentschmiede TZ Rheintal werden am nächsten Wochenende ihr Können in die Waagschale werfen, um die Kampfrichter in Chiasso zu überzeugen.

Wettkampf nach Mass für Fabrice Alfier

82 Athleten stellten sich am Samstag im Einführungsprogramm dem Urteil der Kampfrichter. Für Fabrice Alfier, Flavio Hauser und Leandro Roth hiess es, die Kräfte für den letzten Wettkampf der Saison zu mobilisieren, um in der Cupwertung nochmals Ränge gutzumachen. Fabrice Alfier gelang eine Glanzleistung, mit 72.60 Punkten holte er vier Punkte mehr als vor einer Woche in Biberist. Auch Leandro Roth konnte sich mit einer starken Bodenübung und einer hervorragenden Reckübung nochmals steigern. Für Flavio Hauser lief nicht alles nach Wunsch. Er zeigte zwar eine starke Reckübung, patzte aber am Barren. Mit seinem 31. Rang klassierte er sich immer noch im ersten Drittel, er weiss aber, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre.

Die Rheintaler P1-Turner bewiesen, dass sie auf gutem Weg sind; die Konstanz über alle sechs Geräte fehlt zurzeit aber noch. Mit einer starken Präsentation am Sprung sicherte sich Alim Arnaut die beste Note des Tages und schrieb wertvolle Punkte gut. Er vergab diese später aber wieder, weil ihm die Bodenübung misslang. Benjamin Balmer (KTV Oberriet) konnte sein Potenzial zwar an den meisten Geräten abrufen, turnte aber besonders am Reck, seiner Paradedisziplin, zu verhalten. Mit einem ausgeglichenen Wettkampf und zwei Punkten mehr als vor einer Woche verpasste Jan Steger (KTV Oberriet) die Auszeichnungsränge um einen Platz. Auch Noah Steger (KTV Oberriet) zeigte eine gute Barrenübung, verlor aber für einen Sekundenbruchteil die Konzentration und berührte beim Abgang den Boden mit einer Hand. Dies bedeutete Sturz und minus einen Punkt. Ähnlich erging es Elias Mehnert. Er überzeugte die Kampfrichter am Sprung, kämpft momentan aber noch mit dem Barren.

Im letzten Jahr bescherte der Heidilandcup den P2-Turnern Sam-Maximilian Wibawa, Damian Balmer und Florian Keller ein Wechselbad der Gefühle. Ganz anders präsentierten sich die Athleten 2017. Sam-Maximilian Wibawa und Damian Balmer gelang ein hervorragender Wettkampf mit Bestleistungen und ohne grobe Patzer und Ausfälle. Die Hauptprobe für die Schweizer Meisterschaften, wo sie zusammen mit Timon Erb (STV Wil) den Kanton St. Gallen vertreten, ist geglückt. Auch Florian Keller (SVD Diepoldsau-Schmitter) kann mit seinem Wettkampf und dem fünften Rang zufrieden sein, war er doch am Freitag vom Pferdbauschen gestürzt. Der Trainingssturz hinterliess Spuren, Florian Keller ging am Samstag mit einem schmerzenden Ellbogen in den Wettkampf.

Sieg im Mannschaftskampf, Selim Arnaut in Topform

Ein besonderes Highlight war der Mannschaftswettbewerb, bei dem die P2-Turner vom TZ Rheintal den Sieg davontrugen und den grössten Pokal nach Hause nehmen durften.

P3-Turner Robin Loher nutzte den Heidilandcup, um am Pferdbauschen eine Schippe draufzulegen. Mit der persönlichen Saisonbestleistung an seinem schwächsten Gerät reichte es für die Bronzemedaille.

Das oberste Treppchen der P3-Turner hat in dieser Saison ein anderer Rheintaler gebucht. Selim Arnaut turnte sich mit Tagesbestleistungen an drei von sechs Geräten an die Spitze. Die Formkurve zeigt steil nach oben und so darf man darauf gespannt sein, wie sich der Gewinner des Ostschweizer Cups 2017 an den Schweizer Meisterschaften in Chiasso schlagen wird. (pd)

Aktuelle Nachrichten