KUNSTRAD: EM-Fahrplan stimmt

Der Kunstrad-Vierer ist nach drei Qualifikationswettkämpfen auf EM-Kurs, obwohl der Start misslang – am Wochenende folgen Qualirunde fünf und sechs.

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Die vier Rheineckerinnen fahren konstant hohe Punktzahlen ein – abgesehen von einem kleinen Patzer. (Bild: pma)

Die vier Rheineckerinnen fahren konstant hohe Punktzahlen ein – abgesehen von einem kleinen Patzer. (Bild: pma)

Nach dem eindrücklichen Ergebnis an den Interregionalen Meisterschaften in Rheineck – da hatte der Vierer mit 183 Punkten und neuer Bestleistung die Konkurrenz abgehängt – ging es eine Woche später an den Sirnacher Frühlings-Cup nach Münchwilen. Dies war zugleich die erste Runde der Europameisterschaftsqualifikation.

Zwischentief ausgerechnet zum Quali-Auftakt

Zu diesem Zeitpunkt haben die vier Nachwuchstalente Laura Tarneller, Ronja Zünd, Nadine Bissegger, Fabienne Haas vom Veloclub Rheineck im Zug Richtung Europameisterschaft in Prag bereits Platz genommen – dies dank den gezeigten Leistungen mit den hohen Punktzahlen. In Münchwilen gab es dann aber eine Verzögerung im Fahrplan. Die «technische Störung» zeigte sich in einer unsicheren und gar nicht fehlerfreien Kür. Mit 150 Punkten fuhr man das schlechteste Resultat seit Langem wieder ein. Mit diesem Ergebnis konnte man keineswegs zufrieden sein. Und dies ausgerechnet zum Start der Quali. Waren die 183 Punkte vor Heimpublikum nur ein Strohfeuer? Oder waren die 150 Punkte in Münchwilen nur eine kleine technische Störung an der Lokomotive?

Ein Wochenende später fand dann in Löhningen zum ersten Mal der Teamwettkampf statt (jeweils vier Startnummern bildeten ein Team). Das Mixed-Team des Rheinecker Vierer wurde von Julia Hämmerli aus Stäfa und Laura Bruder aus Hombrechtikon (plus deren Start als Zweier) ergänzt. Dort war natürlich Wiedergutmachung angesagt. Die vier Mädchen zeigten eine konzentrierte und sehr schöne Kür. Mit 182 Punkten leisteten sie dann auch einen grossen Beitrag zum späteren, unter anderem souveränem, Tagessieg. Ihre Kür wurde dann auch als schönste Kür des Tages gewertet. Mit dieser grossartigen Leistung knapp unter Bestmarke zeigten sie, dass die 183 Punkte in Rheineck kein Strohfeuer waren, und die 150 Punkte am Sirnacher Frühlingscup nur eine kleine technische Panne.

Zurück auf der Poleposition und neue Bestleistung

Untermauert wurde dies am letzten Wochenende an der ersten Runde des Swiss-Cups in Oberbüren. Dieser Wettkampf ist zugleich EM-Qualifikationsrunde zwei und drei. Die erste Runde EM-Quali musste da auch korrigiert werden: Durch den Aussetzer in Münchwilen (anders kann man es nicht nennen), fiel man auf den zweiten Platz zurück hinter die Konkurrenz aus Uzwil. Aber mit zwei fast perfekten Küren in der Runde zwei und drei in Oberbüren konnten die vier Rhein­eckerinnen ihr Kunstrad-Weltbild wieder gerade rücken. Mit einer erneuten Bestleistung von 187 Punkten am Vormittag in Runde zwei und einer 182er-Kür in Runde drei am Nachmittag hatte man die Konkurrenz schnell wieder ein- und sogar überholt. Ganz fehlerfrei ist die Kür noch nicht.

Die vier zeigten aber, dass sie konstant in den 180er-Punkten fahren können. An der Perfektion wird zudem noch gearbeitet. Auf jeden Fall lässt dies hoffen, denn am nächsten Sonntag finden bereits die Runden vier und fünf der EM-Quali in Baar statt. Und die vier Girls möchten doch so gerne im Zug nach Prag sitzen bleiben, jetzt wo sie es sich richtig gemütlich gemacht haben. (pma)