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Kunst von Menschen aus dem Dorf

In der Ausstellung «Räbschter Kunscht», die an diesem Wochenende im Progy-Foyer stattfand, präsentierte «Pro Cultura» eine kleine, aber feine Werkschau von Künstlern aus Rebstein.
Gerhard Huber
Jola Stawarz begleitete die Vernissage der Ausstellung «Räbschter Künschtler» am Freitagabend im Progy-Zentrum. (Bild: Ulrike Huber)

Jola Stawarz begleitete die Vernissage der Ausstellung «Räbschter Künschtler» am Freitagabend im Progy-Zentrum. (Bild: Ulrike Huber)

«Unser Ziel mit dieser Ausstellung ist es, die Vielfalt der Rebsteiner Künstler zu zeigen», so Elisabeth Graf vom Team der veranstaltenden «Pro Cultura Rebstein» in ihrer Vernissageeröffnungsrede: «Wir wollen diese tollen Kunstwerke von Menschen aus dem Dorf einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen.» Tatsächlich wurde den vielen interessierten Besuchern bei dieser Vernissage die Möglichkeit geboten, die überraschenden, kreativen und teils sehr schönen Werke zu bewundern. Für die passende musikalische Begleitung sorg­- te die bekannte Pianistin Jola Stawarz.

Künstler, Stile, Arbeitsweisen

Es war wirklich die Unterschiedlichkeit der Künstler, deren Stile und Arbeitsweisen, die dieser Ausstellung ihren Reiz gaben, was, ohne damit eine Wertung abzugeben, an den folgenden vier der insgesamt sieben ausstellenden Künstler dargestellt werden soll. So zeigte Lucia Lämmli ihre verträumt zarten Aquarelle, die mit sonnigen und warmen Farben meist Landschaftsszenen mit einem leichten Drang zum Ab­strahieren darstellten.

Ganz anders Karin Melinda Kupfer. In Florida geboren, im Klettgau aufgewachsen, gelernte Modedesignerin, und schon beruflich für Valentino, Zac Posen und Karl Lagerfeld tätig, zeigte die Künstlerin sanfte, lebensbejahende abstrakte Kompositionen in Acryl, unscharf und doch detailversessen. In ihren angenehmen Darstellungen kann das Auge des Betrachters ruhen und der Geist Assoziationen zu fiktiven Landschaften finden. Auch abstrakt, aber mit einer wohl männlichen Künstlern eher eigenen Wucht und Kraft gestaltet der Rebsteiner Christian Sieber seine Bilder. Bilder, deren Ent­stehung nach exakter Planung, durch wieder abgekratzte oder abgewischte Farbaufträge und Übermalungen, nach eigenen Worten jedes Mal eine «permanente Herausforderung und Faszination von einer unerschöpflichen Vielfalt» darstellen.

Herausfordernd und faszinierend auch für den Betrachter, der diese Bilder ohne Titel auf sich wirken lässt und sie bald mit ei­genen Augen aus einem ganz persönlichen Blickwinkel sehen wird.

Filigrane kleine Kunstwerke

Stilistisch das genaue Gegenteil präsentierte Anita Groll-Betrame. Die Autodidaktin zeigte filigrane, kleine Kunstwerke, die die Wunderwelt der Blumen, der Natur oder ganz Alltägliches zeigen. Von naiver Malerei zur Realistik und zu mit Stickereien verziertem geritzten Glas reicht die Spannweite ihrer stets von grosser Freund- und Fröhlichkeit berichtenden Darstellungen.

Versteckte Talente – Zusätzlich waren Arbeiten der bekannten Textilkünstlerin Ria Keel, des weitum bekannten und vor einem Jahr verstorbenen Adam Keel sowie von Carmen Traxler zu sehen.

Nicht zu vergessen die «Künstlergruppe Geserhus». Die rüstigen Bewohner des Wohn- und Betreuungsheims Geserhus waren nach dem Motto «Es ist nie zu spät für die Freude an der Kunst» tätig und haben in ihren Bildern und Arbeiten lange versteckte Talente an der bildnerischen Kunst zutage gefördert.

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