Kündigungen wegen Antenne – Umfrage geplant

Die Gegner der geplanten Swisscom-Mobilfunkantenne sind enttäuscht, weil das Wasserreservoir auf dem Kapf nicht ernsthaft als Alternativ-Standort geprüft worden sei. Jetzt führen sie eine Umfrage durch.

Gert Bruderer
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Swisscom will auf einem Dach (gelber Pfeil) die Antenne bauen, Einsprecher sähen diese eher beim Kapf-Reservoir (roter Pfeil). Bild: Gert Bruderer

Swisscom will auf einem Dach (gelber Pfeil) die Antenne bauen, Einsprecher sähen diese eher beim Kapf-Reservoir (roter Pfeil). Bild: Gert Bruderer

Drei Wochen nach dem grossen Info-Anlass mit zwei Dutzend Einsprechern folgte am Montag eine Aussprache im kleinen Kreis. Drei Einsprecher, unter ihnen der frühere Gemeindeschreiber Gregor Kaiser, unterhielten sich mit Gemeindepräsident Alex Arnold über einen möglichen Alternativstandort beim Wasserreservoir Kapf.

Der Standpunkt der Gemeinde lautet so: Der Kapf als Eichbergs Wahrzeichen soll möglichst geschützt und ohne hohe Antenne bleiben. Zudem will die Gemeinde nicht als Grundeigentümerin auftreten, sondern als Baubewilligungsbehörde, die nicht Partei ergreift.

Alex Arnold «kann die Anliegen der Einsprecher gut nachvollziehen», leider sei jedoch der aktuell gewählte Standort im Wohngebiet «wohl am richtigen Ort, nämlich in der Nähe der Nutzer». Gregor Kaiser sagt, die Einsprecher hätten weitergehende Abklärungen erwartet. Sie planen nun eine Umfrage bei der Bevölkerung. Hierfür werde nächste Woche ein entsprechender Flyer verschickt. Dass bereits Mieter wegen der Antenne gekündigt hätten, bestätigt Margit Reinhod von der Auer Egger Bau Consulting AG, die drei der vier Mehrfamilienhäuser im Eichpark verwaltet. Zwei Parteien hätten gekündigt, zwei weitere die Kündigung angedroht. Daniel Fischlin (Altstätten), der das vierte Gebäude verwaltet (jenes, auf der die Antenne entstehen soll), sagt, von derzeit vier gekündigten Mietverträgen stünden mindestens drei «ganz sicher nicht wegen der Antenne» vor der Auflösung, sondern aus anderen Gründen. Der Gemeinderat wird aller Voraussicht nach in der kommenden Woche die bis dahin offenen Einsprachen behandeln. Was am Info-Anlass gesagt wurde, gilt nach wie vor: Es ist mit der Ablehnung zu rechnen.