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Kröten und Frösche auf Wanderschaft

BALGACH. Je nach Witterungsverhältnissen wird seit Montag die Rietstrasse zwischen Balgach und Diepoldsau ab 18 Uhr bis circa 23 Uhr für den motorisierten Verkehr gesperrt. In dieser Zeit haben die Kröten und Frösche Vortritt.
Susi Miara
Erdkröten und ein Grasfrosch auf dem Weg zu den Laichgewässern im Naturschutzgebiet Moosanger. (Bilder: Susi Miara)

Erdkröten und ein Grasfrosch auf dem Weg zu den Laichgewässern im Naturschutzgebiet Moosanger. (Bilder: Susi Miara)

Sobald im Frühling in feuchten Nächten die Temperaturen wenige Grad über der Nullgrad-Grenze liegen, beginnen verschiedene Amphibien (Frösche, Kröten und Molche) ihre Laichplätze aufzusuchen. Die meisten Amphibienarten legen auf ihrem Weg vom Sommerquartier zum Laichgewässer Strecken bis zu einigen Kilometern zurück. Dabei sind sie oft gezwungen, Wege und Strassen zu überqueren. Da die in der Schweiz vom Aussterben bedrohten Tiere in der Nacht meist in grossen Zügen unterwegs sind, werden sie von den Fahrzeugen in Massen überrollt, was den Fortbestand der gesamtschweizerisch geschützten Tiere weiter gefährdet.

Je nach Witterung wird deshalb auch im Rheintal die Rietstrasse zwischen Balgach und Diepoldsau ab 18 Uhr bis etwa 23 Uhr für den Verkehr gesperrt. In dieser Zeit haben Kröten und Frösche, die zum Moosanger wandern, um dort zu laichen, Vortritt. Die Verantwortung für die Sperrung tragen die Naturschutzgruppe Alta Rhy, Diepoldsau, der Ornithologische Verein Widnau und Balger Natur. «Die Arbeit ist sehr aufwendig», sagt Forti Frei aus Widnau. Rund 20 Verkehrsschilder als Vorwegweiser müssen aufgestellt werden. Erst dann wird die Strasse mit zwei Barrieren, einer vor Drei Brücken und die andere vor der Diepoldsauer Brücke, gesperrt. Dass einzelne Autofahrer dafür kein Verständnis zeigen, kann Frei nicht verstehen. «Manche fahren trotz Absperrung weiter.» Für die Amphibien, die in dieser Zeit zu Hunderten über die Strasse wandern bedeutet das den sicheren Tod. In Balgach sind es vor allem Erdkröten, die zum Naturschutzgebiet Moosanger wandern. «Sie sind sehr langsam und nehmen auf der Strasse im Scheinwerferlicht häufig eine Schreckstellung ein», erklärt Frei. Da dem Ornithologen jede überfahrene Kröte leid- tut, wird er diesmal nicht zögern, und die rücksichtslosen Autofahrer bei der Polizei melden.

Forti und Desirée Frei sperren die Rietstrasse.

Forti und Desirée Frei sperren die Rietstrasse.

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