Krönung einer langen OL-Saison

Bei der Schweizer Meisterschaft im Team-OL überzeugen Joela und Silja Vogel mit einem tollen, wenn auch knappen Sieg. Monika Ammann wird mit ihrem Trio in diesem Jahr Zweite. Mit diesem Anlass geht eine intensive OL-Saison zu Ende.

Mario Ammann
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Im Schlussspurt an der Schweizer Meisterschaft im Team-OL: v. l. Silja Vogel, Joela Vogel und Eliane Deininger. (Bild: Mario Ammann)

Im Schlussspurt an der Schweizer Meisterschaft im Team-OL: v. l. Silja Vogel, Joela Vogel und Eliane Deininger. (Bild: Mario Ammann)

ORIENTIERUNGSLAUF. Noch einmal überzeugten die Orientierungsläufer aus der Region mit starken Leistungen. Anlass dazu bot die 66. Schweizer Meisterschaft im Team-OL im aargauischen Villmergen. Knapp 1300 Teilnehmer erlebten bei besten Bedingungen einen spannenden Wettkampf.

Gold für Joela und Silja Vogel

Die Läuferinnen und Läufer verteilten sich auf elf Alterskategorien. Vor zwei Jahren hatte das Trio Joela und Silja Vogel aus Widnau sowie Eliane Deininger aus St. Gallen in der jüngsten Damenkategorie D10 die Bronzemedaille gewonnen. Im letzten Jahr steigerten sich Silja Vogel und Eliane Deininger in der gleichen Kategorie auf den zweiten Rang.

Heuer konnte das Trio aus der OL-Gruppe St. Gallen/Appenzell altersbedingt wieder zusammen starten, wenn auch unter D12. Aufgrund der individuellen Leistungsstärke gehörten die Nachwuchsläuferinnen zu den Medaillenanwärterinnen. Tatsächlich hielten sie dem Druck stand und waren bis zur drittletzten Kontrolle sicher unterwegs. Während Joela Vogel alleine den zweitletzten Posten anpeilte und diesen auch problemlos anlief, wählten Silja Vogel und Eliane Deininger den vermeintlich direkten und kürzeren Weg zum Schlussposten. Im schlechten Gelände brauchten sie aber deutlich mehr Zeit. Silja tauchte als Letzte am Waldrand auf. Ein langer Endspurt sollte verlorene Sekunden wieder zurückbringen. Die im Ziel gestoppte Laufzeit war schliesslich um drei Sekunden schneller als jene der nächsten Verfolger. Damit sicherte sich das Trio verdientermassen Gold.

Auch Monika Ammann reiste zusammen mit den Schwestern Maja Kunz und Judith Tobler aus St. Gallen mit grossen Plänen zum nationalen Finale. Sie hatten im Vorjahr die Kategorie Seniorinnen 2 (D135) gewonnen. Eine Wiederholung war nicht ausgeschlossen, ebenso wenig wie eine Platzierung ausserhalb der Medaillenränge. «Es gehört zum Sport, dass nicht jeder Versuch optimal gelingt. Beim Weitsprung ist es beispielsweise der verpasste Absprungbalken. Beim OL hält man sich nicht exakt an die vorgesehene Richtung und läuft am Posten vorbei», kommentierte Maja Kunz im Ziel das Ergebnis. Sie hätten alle drei noch eine Spur besser laufen können. Am Schluss fehlten rund 90 Sekunden zum Sieg. Der zweite Rang ist dennoch eine Bestätigung ihrer Vorjahresleistung. Das Trio hatte in dieser Besetzung in den Jahren 2008 und 2010 schon im Staffel-OL gewonnen.

Verdiente Winterpause

Mit diesem Anlass ist die OL-Saison offiziell abgeschlossen. Seit Anfang März bestand verteilt über die ganze Schweiz ein breites Wettkampfangebot mit Veranstaltungen unterschiedlicher Grösse. Höhepunkte waren die verschiedenen Schweizer Meisterschaften, an denen nebst Joela und Silja Vogel sowie Monika Ammann auch Hannes Suhner (Walzenhausen) im Frühjahr erfolgreich war. International überzeugte Monika Ammann Anfang Juli an der Senioren-WM in Ungarn mit dem 5. Rang im Sprint-OL. Jetzt beginnt die Winterpause, ehe dann Anfang März allgemein der Start ins neue Jahr erfolgt. Diese Phase wird allerdings mindestens Mitte Januar durchbrochen, durch den Effretiker Stadt-OL.