Krönchen als schönstes Geschenk

Die 21-jährige Julia Egli aus Niederhelfenschwil hat grosse Pläne: Sie will Miss Schweiz werden. Dafür würde sie auch ihr Studium auf Eis legen. Sie ist die einzige Ostschweizer Kandidatin, die am 7. November um die Nachfolge von Laetitia Guarino kämpft.

René Rödiger
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Frau Egli, wie kommt man auf die Idee, sich zur Miss-Schweiz-Wahl anzumelden?

Julia Egli: Ich habe mit 16 Jahren schon gemodelt und so war das der nächste Schritt. Besonders, da der Fokus bei der Miss Schweiz jetzt im sozialen Bereich liegt. Das sagt mir zu.

Wie unterscheiden Sie sich von Ihren Konkurrentinnen?

Egli: Ich bin mit 1,80 Metern grösser als die meisten Kandidatinnen. Und ich bin auch immer gut gelaunt und sehr neugierig.

Sie sind immer gut gelaunt?

Egli: Ich müsste schon richtig hungrig sein und schlecht geschlafen haben, dann wäre auch ich nicht so fröhlich.

Was kommt dann auf den Teller?

Egli: Ich bin nicht heikel. Gerne mag ich Fajitas, Fondue, Raclette und – der Name verrät es – Egli-Filet.

Die Wahl findet genau eine Woche vor Ihrem Geburtstag statt. Wäre die Krone das schönste Geschenk?

Egli: Absolut. Es wäre das Highlight des Jahres. Meine beste Freundin unterbricht für die Wahl sogar ihren Sprachaufenthalt in Miami und kommt mich besuchen. Das ist auch ein schönes Geschenk.

Sie könnten mit Ihrer Freundin feiern. Einen Freund haben Sie aber seit einem halben Jahr keinen.

Egli: Ich bin Single. Ich war jetzt auch lange mit Abschlussprüfungen beschäftigt und hatte gar keine Zeit für einen Freund.

Und jetzt hätten Sie Zeit?

Egli: Ich wäre einer Beziehung nicht abgeneigt.

Wie müsste dieser Freund sein?

Egli: Ein lieber Mensch. Kein «Schnorri». Und grösser als ich, auch wenn ich hohe Schuhe anhabe. Er müsste unternehmungslustig sein, Humor haben und gerne Filme schauen. Und auf keinen Fall will ich einen Raucher.

Ab September studieren Sie Innenarchitektur. Geht das mit dem Studium und der Miss Schweiz?

Egli: Nein, ich müsste das Studium unterbrechen. Miss Schweiz ist ein 100-Prozent-Job. Aber ich bin mir sicher, dass ich trotzdem Innenarchitektur studieren werde, dann halt später.

Beim Thema Innenarchitektur drängt sich die Frage auf: Wie sehr zählen bei einer Miss innere Werte?

Egli: Innere und äussere Werte sind wichtig. Man muss natürlich schön sein, aber auch ein gutes Herz haben. Man darf sich nicht verstellen und muss hinter den eigenen Aussagen stehen.

Was ist denn Ihre Aussage?

Egli: Ich will mich für Menschen mit ADHS einsetzen. Ich selbst habe dieses Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. Ich will Menschen, die von ADHS betroffen sind, zeigen, dass man alles erreichen kann.