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Kriessner siegten – mit Hip-Hop

Wie nahe Freud und Leid manchmal beieinanderliegen, zeigte sich an den Schweizer Meisterschaften im Vereinsturnen: Während die Kriessner Getu-Girls einen Titel feiern konnten, musste sich der STV Marbach mit Platz zwei zufriedengeben.
Jubeln um die Wette: Die Schweizer Meisterinnen des STV Kriessern mit ihrem Trainer Gilbert Lutz (oben rechts, mit Fahne). (Bilder: pd)

Jubeln um die Wette: Die Schweizer Meisterinnen des STV Kriessern mit ihrem Trainer Gilbert Lutz (oben rechts, mit Fahne). (Bilder: pd)

TURNEN. Wohl noch nie haben die Geräteturnerinnen des STV Kriessern so intensiv einem Resultat entgegengefiebert wie an den Schweizer Meisterschaften im Vereinsturnen am Sonntag in Bern. Am Ende rief der Speaker zu ihrer Freude: «Schweizer Meister 2012 im Schulstufenbarren ist mit 9,53 Punkten: STV Kriessern!»

Ganz so leicht war der Weg dahin für die 16 Athletinnen nicht, zumal es auch ihre erste SM im Vereinsturnen war. Vor einem Jahr kam die Idee auf, mit der Getu-Gruppe an die SM zu gehen und dort zu beobachten, wie das Programm im Schulstufenbarren ankommt, das von Helen Baumgartner und Gilbert Lutz zusammengestellt worden war. – Das Team war von dieser Idee begeistert.

Rasch stellte sich heraus, dass die Vorbereitung ein Spagat zwischen Einzel- und Vereinsgeräteturnen, Beruf, Sommerferien und anderen Hobbies werden würde. Und in der Tat wurden vor allem die letzten Wochen der Vorbereitung für alle sehr intensiv.

Verhaltener Start, starkes Ende

Am Samstag mussten die Turnerinnen zuerst die Vorrunde in der Disziplin Schaukelringe (die man parallel dazu absolvierte) bestreiten. – Nebst guten Übungen mussten sich die Kriessnerinnen wegen kleineren Fehlern Abzüge gefallen lassen. Die Note von 8,90 war die logische und nicht zufriedenstellende Konsequenz daraus.

Aufgerüttelt durch den verhaltenen Start, gingen die Girls dann wesentlich selbstbewusster und ruhiger in die Vorrunde des Schulstufenbarren-Wettkampfs. Da gelang ihnen ein nahezu perfekter Durchgang. Das Team um Trainer Gilbert Lutz war sehr gespannt, wie die dynamische Hip-Hop-Gerätenummer, gespickt mit anspruchsvollen Akrobatik-Kombinationen, bei den Wertungsrichtern ankommen würde. Die Frage wurde mit der Note von 9,55 eindeutig beantwortet. Sie bedeutete sogar die Führung und damit die Finalqualifikation.

Beim Finale am Sonntagmorgen war es das Ziel, nochmals so eine Leistung in der Einzelausführung und Synchronität abrufen zu können. Den 14- bis 23-jährigen Kriessnerinnen gelang dies trotz der grossen Belastung nochmals.

Jetzt hiess es abwarten, bis am späten Nachmittag alle Durchgänge abgeschlossen und die Resultate ausgewertet waren. Die Freude über den Kriessner Schweizer Meistertitel im Vereinsturnen – 35 Jahre nach dem Sieg in der Körperschule – war riesig. Offensichtlich wurde dies vor allem bei der Feier des Titels und dem Empfang in Kriessern, den Dutzende Fans und Sympathisanten der Geräteturnerinnen besuchten.

Das gleiche Ziel hatten die Turnerinnen und Turner des STV Marbach in der Disziplin Gymnastik Grossfeld: Schweizer Meistertitel und eine rauschende Party. – Immerhin reisten die zwanzig Turner unter der Leitung von Reto Ebneter als amtierende Meister an.

Der Trainer sagt: «Die Vorbereitung war optimal – wir rechneten mit einem Top-Platz.»

Nach der Vorrunde rangierten die Marbacher mit der starken Note 9,68 auf Platz drei – hinter den zwei Mitfavoriten aus Sulz und Reichenburg. Individuelle Fehler verhinderten eine noch bessere Note.

Am Sonntag im Final begannen die Gymnastik-Teams aber wieder alle bei null. Marbach zeigte eine starke Leistung und wartete dann – wie die Kriessner – lange auf die Rangverkündigung.

Am Ende schaute der Vizetitel heraus. – Für die ambitionierten Marbacher vorerst eine Enttäuschung. Rasch breitete sich aber Freude aus. Und die Lust, nächstes Jahr wieder zu siegen. (gl, sta)

Nach kurzer Enttäuschung zufrieden: die zwanzig Marbacher Turner.

Nach kurzer Enttäuschung zufrieden: die zwanzig Marbacher Turner.

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