Kriessern zu Gast in Willisau

Für die RS Kriessern geht es morgen ab 20 Uhr gegen Willisau darum, eine gute Ausgangslage für die Halbfinals zu schaffen. Die Innerschweizer waren bis anhin stärker als vor der Saison von den Experten angenommen wurde.

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Mirco Moser ist im Schwergewicht ein sicherer Wert der Kriessner Ringer. (Bild: Archiv/ys)

Mirco Moser ist im Schwergewicht ein sicherer Wert der Kriessner Ringer. (Bild: Archiv/ys)

RINGEN. Der Serienmeister steht im Umbruch. Nach der jahrelangen Dominanz ist man im Luzerner Hinterland daran, das Team zu verjüngen, und nimmt dabei auch in Kauf, vorübergehend nicht mehr ganz vorne mitmischen zu können. Obwohl dem Team von Coach Markus Odermatt zu Beginn der Saison von den vier Topteams am wenigsten Kredit eingeräumt wurde, haben die bisherigen Resultate aufhorchen lassen.

Ohne externe Verstärkungen

Auffällig ist, dass sich die Willisauer bis anhin ohne externe Verstärkungen äusserst achtbar geschlagen haben. Zuletzt vor Wochenfrist gegen Meisterschaftsfavorit RR Hergiswil, die sich nur knapp mit 19:17 durchsetzen konnte. Bedenkt man, dass bei Willisau Teamleader Marco Riesen und Olympiakandidat Jonas Bossert verletzungsbedingt gefehlt haben, ist das Resultat noch höher einzustufen.

Ob die beiden gegen Kriessern auflaufen werden, ist ungewiss. Riesen laboriert nach wie vor an seiner schweren Knieverletzung aus der Olympia-Qualifikation und hat bis anhin nur einen Kampf bestritten – und bei Bossert weiss man nicht genau, weshalb er nicht antreten konnte. Doch die Ersatzleute Andreas Dörig und Michael Bernet haben gegen Hergiswil beide starke Leistungen gezeigt und sind keineswegs zu unterschätzen.

Zu den weiteren regelmässigen Punktelieferanten gehören Kurt Bachmann und Roger Heiniger. Was den beiden noch an Konstanz abgeht, machen sie durch Kampfgeist wett. Es dürfte interessant werden, mit welcher Taktik die beiden gegen ihre jeweiligen Kontrahenten auf die Matte kommen. Im Schwergewicht ist der einzig verbliebene Routinier, Felix Scherrer, immer für eine Überraschung gut. Er ist in der sehr jungen Mannschaft in Abwesenheit von Riesen, sicher der Leader.

Guten Eindruck bestätigen

Die Kriessner wollen den guten Eindruck, den sie sowohl am vergangenen Samstag als auch eine Woche zuvor gegen die RR Hergiswil hinterlassen haben, bestätigen. Mit einem Sieg gegen die Willisauer würde man den Anschluss an die Spitze halten und dabei nach wie vor eine gute Ausgangslage für die Halbfinals haben.

Die Qualifikation für diese Halbfinals dürfte nach den doch recht klaren Siegen gegen Schattdorf und Brunnen Formsache sein. Nun will man sich in der Vorrunde zumindest auf dem zweiten Platz klassieren, damit man für die K.-o.-Runde eine optimale Ausgangslage hat.

Ob Coach Hugo Dietsche für den Match vom Samstagabend Umstellungen im Team vornehmen wird, war dem Kriessner Verantwortlichen nicht zu entlocken. Die Mannschaft hofft natürlich, dass der eine oder andere Anhänger den Weg in die Innerschweiz unter die Räder nimmt und sein Team vor Ort unterstützt. (dip)