Kriessern schon unter Druck

Der erste Heimkampf der RS Kriessern gegen Schattdorf wird bereits zum Charaktertest.

Patrick Dietsche
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Philipp Hutter (l.) gegen Michi Jauch dürfte morgen Samstag in Kriessern nur eines von einigen knappen Duellen sein. Bild: dip

Philipp Hutter (l.) gegen Michi Jauch dürfte morgen Samstag in Kriessern nur eines von einigen knappen Duellen sein. Bild: dip

Die beiden Teams sind unterschiedlich in die Meisterschaft der Swiss Hutter Premium League gestartet. Die Kriessner mussten gegen den Meister eine knappe Niederlage hinnehmen, die Urner hielten sich Einsiedeln, das vermeintlich schwächste Team der Liga, relativ sicher mit 22:15 vom Leib. Dass dabei noch nicht alles Gold war, was glänzte, dürfte dem genauen Beobachter aber nicht entgangen sein.

Halbfinalquali als Zielsetzung

Schattdorf hat nach der letztjährigen Halbfinalqualifikation Lunte gerochen und strebt auch 2016 dieses Ziel an. Die Mannschaft um Routinier Michi Jauch hat durchaus das Potenzial, den Coup zu wiederholen, zumal keine gewichtigen Abgänge zu verzeichnen sind.

Im Gegenteil hat man sich mit Andreas Vetsch vom RC Oberriet-Grabs einen äusserst wertvollen Teamplayer, seit diesem Jahr auch Aktiv-Schweizer-Meister, in die Mannschaft geholt. Fürs erste wollen sich die Innerschweizer für die doch klare Niederlage im Bronzekampf gegen Kriessern revanchieren und es ist anzunehmen, dass die Schattdorfer morgen Samstag um 20.15 Uhr entsprechend motiviert in den Kampf steigen werden.

Das Steigerungspotenzial nutzen

Für die Gastgeber wird der Druck vor heimischem Publikum sicher schon etwas grösser sein. Der Auftritt in Willisau war doch noch recht durchzogen, wobei man einem Startkampf, wie aus den letzten Jahren ersichtlich, nicht allzu viel Gewicht geben sollte. Eben aus der letztjährigen Erfahrung wissen die Kriessner, dass eine souveräne Vorrunde in den Playoffs nichts mehr zählt, und haben deshalb ihre Planung sicher etwas angepasst.

Allerdings wollen sich die Rheintaler vor dem immer zahlreich erscheinenden Anhang keine Blösse geben und mit einem beherzten Auftritt die ersten Punkte ins Trockene bringen. Coach Hugo Dietsche kann aufstellungsmässig fast aus dem Vollen schöpfen, einzig Steven Graf und Fabio Dietsche sind nach wie vor fraglich. Die Kriessner freuen sich auf jeden Fall auf den Saisonstart in der Kriessner Mehrzweckhalle.