Kriessern knapp geschlagen

Die RS Kriessern konnte zum Abschluss der Meisterschaft nochmals ein Zeichen setzen: Das knappe 17:19 gegen Freiamt zeigte, dass man letzte Woche unter Wert geschlagen wurde.

Patrick Dietsche
Drucken
Teilen
Es hat nicht aufs Podest gereicht, doch die Kriessner Ringer dürfen mit den gezeigten Leistungen mehrheitlich zufrieden sein. (Bild: Patrick Dietsche)

Es hat nicht aufs Podest gereicht, doch die Kriessner Ringer dürfen mit den gezeigten Leistungen mehrheitlich zufrieden sein. (Bild: Patrick Dietsche)

Ringen. Die Kriessner traten auf zwei Positionen verändert an. Mario Baumgartner musste ein weiteres Mal passen, für ihn kam Phillip Hutter zum Zug, und bis 55 kg erhielt Patrick Bättig die Chance, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Hutter mit Punkt

Bättig nutzte seine Chance nur bedingt. Er musste gegen Randy Vock mehrheitlich unten durch und verlor klar mit 6:0 und 8:0. Auf Messers Schneide stand dafür die Begegnung zwischen Pascal Gurtner und Mirco Moser bis 120 kg Freistil. Moser musste sich seinen 0:1 und 1:1 Punktesieg hart erar- beiten und dürfte froh sein, dass die Saison zu Ende ist. Weiterhin unter seinen Möglichkeiten kämpfte bis 60 kg Freistil David Hungerbühler. Der Nachwuchsmann hat eine unbefriedigende Saison hinter sich und musste wie schon vor Wochenfrist gegen Reto Stadelmann eine Schulterniederlage einstecken. Zu überzeugen wusste bis 96 kg Greco der 5. der Kadetten-EM, Phillip Hutter. Zwar verlor er seinen Kampf gegen Freiamts Ukrainer, Mykhaylo Ganaga, doch zur Verwunderung des Gastgebers gelang dem Kriessner in der zweiten Runde eine tolle 3er-Wertung zum zwischenzeitlichen Rundenausgleich.

Graf gelingt Revanche

In seinem letzten Kampf für die RS Kriessern gelang Sergiy Sirenko bis 66 kg Greco der 10. Saisonsieg. Gegen einen gut eingestellten Christoph Küng musste der beliebte Kriessner Söldner beim 0:1 und 0:1 hart für seine Ungeschlagenheit kämpfen. Obwohl im nächsten Jahr in der höchsten Liga keine Ausländer mehr zugelassen sind, werden die Kriessner Verantwortlichen versuchen, für Sirenko eine Bewilligung als Trainer zu erhalten, denn die Arbeit des Ukrainers ist nicht nur in der Meisterschaft, sondern vor allem auch im Training äusserst wertvoll. Auch Sandro Moser gestaltete seinen letzten Saison-Auftritt erfolgreich. Bis 84 kg Freistil hatte er Remo Boss jederzeit unter Kontrolle und gewann letztlich sicher mit 0:2 und 0:5. Nachdem sein Comeback letztes Wochenende nicht von Erfolg gekrönt war, nahm Steven Graf bis 66 kg Freistil gegen Thomas Murer nochmals einen Anlauf. Und diesmal konnte Graf zeigen, warum ihn die Rheintaler in der Saison schmerzlich vermisst hatten. Er gewann in zwei Umgängen mit 0:3 und 0:3.

Mirco Hutter tat sich bis 84 kg Greco gegen Sandro Vollenweider schwer. Der körperlich überlegene Aargauer gestand Hutter kaum Chancen zu und gewann schliesslich mit 3:0 und 4:1. Damian Dietsche unternahm bis 74 kg Greco einen weiteren Versuch, Pascal Strebel einen Punkt abzunehmen. Es blieb beim Versuch, denn Strebel erwies sich einmal mehr als Meister in der Defensive und gewann mit 2:0 und 1:0.

Heeb zeigt Top-Leistung

Das eigentliche Highlight des Abends aus Kriessner Sicht folgte im letzten Kampf bis 74 kg Freistil. Obwohl die Begegnung schon entschieden war, lieferten sich Ivan Kron und Andreas Heeb nochmals eine wahre Abnützungsschlacht. Noch vor Wochenfrist musste sich Heeb klar geschlagen geben, doch diesmal zeigte der Kriessner wieder seine Qualitäten, und er holte sich mit 0:1, 1:0 und 1:1 seinen ersten Sieg gegen Kron überhaupt. Mit dem 19:17 schliesst die RS Kriessern einen Meisterschaft ab, die nicht immer das gewünschte Resultat, aber immer gute Kämpfe und tollen Sport brachte. Der 4. Rang entspricht der Erreichung des Minimalziels.

Aktuelle Nachrichten