Kriessern
Hohe Ziele: Die Kriessner Ramon Betschart und Marc Dietsche starten in die Olympia-Qualiphase

Trotz schwieriger Lage nehmen die Kriessner Ramon Betschart und Marc Dietsche ein hohes Ziel ins Visier. Nach den Vorbereitungswochen beginnen die Ringer nun Mitte März in Budapest am European-Qualifier-Turnier.

Drucken
Teilen
Ramon Betschart (Greco) will die Chancen auf eine Olympiateilnahme erhalten.

Ramon Betschart (Greco) will die Chancen auf eine Olympiateilnahme erhalten.

Bilder: PD

(dip) Nach intensiven Wochen der Vorbereitung im In- und Ausland starten die Ringer nun Mitte März in Budapest am European-Qualifier-Turnier für Tokio 2021.

Neben den Kriessnern werden auch Andreas Vetsch (RC Oberriet-Grabs) und Damian von Euw (RR Brunnen) im Greco und Samuel Scherrer (Willisau Lions) im Freistil versuchen, einen der begehrten Quotenplätze zu erkämpfen.

Marc Dietsche (Freistil) nimmt ebenfalls an der Qualifikation teil.

Marc Dietsche (Freistil) nimmt ebenfalls an der Qualifikation teil.

Bild: PD

Kriessner wollen ihre kleine Chance packen

Bisher hat sich Stefan Reichmuth dank seines dritten Platzes an der WM 2019 als einziger Schweizer für Tokio qualifiziert. Trotz der Verschiebung der Olympischen Spiele um ein Jahr hat die Schweiz dieses Startrecht behalten. Nun geht es in die zweite Phase der Qualifikation. Im März und im Mai finden zwei Quotenturniere statt. Die Hürde ist hoch und realistischerweise die Chance klein, dass ein weiterer Schweizer sich einen Platz für Japan holt.

Gefordert ist ein Finalplatz in der jeweiligen Gewichtsklasse. Obwohl jene sechs Nationen, die im jeweiligen Gewicht schon einen Platz erkämpft haben, nicht mehr startberechtigt sind, ist die Konkurrenz gross. Am ersten Turnier (18. bis 21. März) sind nur europäische Nationen zugelassen. Am zweiten Turnier, von 6. bis 9. Mai in Bukarest, werden Teilnehmer aus rund 100 Nationen erwartet.

Vorbereitung mit Training ohne Einschränkungen

Dank ihres Profistatus konnten die Kriessner Kaderathleten trotz der Coronarestriktionen trainieren und an internationalen Lehrgängen teilnehmen. Es spricht für die umgesetzten Schutzmassnahmen, dass trotz des intensiven Köperkontakts im Ringen einzig ein Trainer am Virus erkrankte.

Daher können die Schweizer auf eine intensive, gute Vorbereitung zurückschauen und sie sind für das Turnier verhalten optimistisch. Gefehlt haben zum grossen Teil die Wettkämpfe, es wird sich zeigen, wie sich die fehlende Praxis auf die Leistung auswirkt. Wer die Kämpfe der Kriessner verfolgen will, kann das auf unitedworldwrestling.org im Stream tun.

Aktuelle Nachrichten