KRIESSERN: Für einmal liessen manche Züchter die Schafe daheim

Mit gut 100 Tieren war die Schau des Schafzuchtvereins OH nur halb so gross wie gewohnt. Ein Teil der Tiere war mit Klauenfäule von der Alp zurückgekehrt.

Max Tinner
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Für die Schafe war es auch von Vorteil, dass nicht so viele Tiere aufgeführt wurden wie sonst. Nicht nur wegen der geringeren Konkurrenz – an der Latte war auch mehr Platz als andere Jahre. (Bild: Max Tinner)

Für die Schafe war es auch von Vorteil, dass nicht so viele Tiere aufgeführt wurden wie sonst. Nicht nur wegen der geringeren Konkurrenz – an der Latte war auch mehr Platz als andere Jahre. (Bild: Max Tinner)

KRIESSERN. Diesen Sommer hat es oft geregnet. Auf der Alp im Bündnerland, auf der der Schafzuchtverein Oberriet-Hirschensprung jeweils seine Schafe sömmert, wuchs viel Gras. Es hätte ein guter Alpsommer werden können, wäre nicht ein Teil der Herde an Klauenfäule erkrankt. Um einer Ansteckung vorzubeugen, holten manche Schafbauern ihre Tiere vorzeitig von der Alp. An der Schafschau gestern in Kriessern wurden aus demselben Grund weniger Tiere aufgeführt als gewöhnlich – mit gut 100 Tieren nur halb so viele wie die letzten Jahre.

Weniger zu tun hatten die Experten dennoch nicht. Ausnahmsweise wurden nämlich nicht nur die aufgeführten Tiere bewertet, sondern auch die ferngehaltenen. Ein Experte machte die Runde von einem Betrieb zum nächsten.

Besonders erfolgreich waren dieses Jahr der Präsident des Schafzuchtvereins und seine Frau, Urs und Rahel Steiger, mit gleich mehreren ausgezeichneten Tieren. Der Preis für die schönste Aue (Mutterschaf) wurde Josef Hutter aus Kriessern zugesprochen.

Der Schafzuchtverein Oberriet-Hirschensprung führt seine Schafschau bewusst während der Herbstferien durch, um dem Teil der Bevölkerung, der gerade Ferien macht, etwas zu bieten. Vor allem über Mittag war das Schaugelände an der Kriessner Umfahrungsstrasse tatsächlich sehr gut besucht – auch von vielen, die keine Ferien haben. Die Schafschau ist vielen Kriessnern ein lieb gewordener Termin, nicht zuletzt wegen der Schaffleischspezialitäten in der Festwirtschaft.

Schaffleisch kommt aber auch sonst wieder öfter auf den Teller. Was die Schafhalter natürlich freut, weil dank der steigenden Nachfrage auch mehr für ihre Schlachttiere bezahlt wird.