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KRIESSERN: "Es ist nicht so schlimm, wie es aussieht"

Die SVP Rheintal konnte mit ihrem Gastreferenten Roger Köppel zahlreiche Mitglieder und Sympathisanten an die Neujahrsbegrüssung in die Schützenwiese locken. Die Zuhörer wurden nicht enttäuscht.
Susi Miara
Roger Köppel konnte sein Publikum begeistern. (Bild: Susi Miara)

Roger Köppel konnte sein Publikum begeistern. (Bild: Susi Miara)

Susi Miara

Vor dem eigentlichen Höhepunkt des Abends, dem Referat des Nationalrats und "Weltwoche"-Verlegers Roger Köppel, hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die beiden Firmen Menzi Muck und SwissQprint zu besichtigen. Vor dem rund halbstündigen Rundgang erhielten sie eine kurze Information zur Schützenwiese.

Die Euphorie ging in den letzten Jahren verloren

Kreispräsident Markus Wüst blickte auf ein politisch arbeitsreiches Jahr zurück, in dem die SVP des Kantons St. Gallen das 25-Jahr-Jubiläum feiern konnte, zurück. Als die Partei 1992 gegründet wurde, habe sie einen Wähleranteil von 0,3 Prozent gehabt. Ihr ehrgeiziges Ziel, innerhalb von zehn Jahren den Wähleranteil um zehn Prozent zu steigern, sei damals von anderen Parteien belächelt worden. Bereits drei Jahre später, als Toni Brunner zum ersten St. Galler SVP-Nationalrat gewählt wurde, habe die SVP St. Gallen bereits 8,3 Prozent Wähleranteile erreicht, 1999 waren es dann 27,6 Prozent.

"Ein Wachstum von über 27 Prozent innerhalb von sieben Jahren, das ist einmalig in der Schweizer Geschichte", sagte Wüst. Damals habe eine regelrechte Aufbruchsstimmung im Volk geherrscht. Das Feuer, die Leidenschaft, die Motivation, etwas bewegen zu können, habe die neue Partei vorangetrieben. "Bei einer Firma würde man von einer regelrechten Wachstumsexplosion oder einem Boom sprechen", so Wüst. Heute vermisst der Parteipräsident diese Leidenschaft und Euphorie. Er habe das Gefühl, die SVP sei in den letzten Jahren etwas müde, vielleicht auch bequem geworden. Er forderte die Mitglieder auf, mehr Basisarbeit zu betreiben, denn auch dieses Jahr stünden wichtige Abstimmungen auf nationaler, kantonaler und kommunalen Ebene an. "Wir haben 2018 politisch wieder ein wichtiges Jahr vor uns", betonte Wüst.

Mit grossem Applaus wurde Roger Köppel vom Rheintaler Publikum empfangen. Und die Zuhörer wurden nicht enttäuscht. Obwohl er gleich zu Beginn betonte, dass die Situation nicht so schlimm sei, wie sie aussieht, rief er alle auf, den Rahmenvertrag mit der EU zu bekämpfen. "Mit diesem Rahmenvertrag wird die direkte Demokratie eingeschränkt", so Köppel. Es sei deshalb sehr wichtig, dass sie SVP mit Überzeugungskraft und handfesten Argumenten versucht die Situation zu erklären. "Wir dürfen unser Stimmrecht nicht gegen kurzfristige wirtschaftliche Vorteile opfern", so Köppel. Die Schweiz werde von vielen Ländern für ihre Selbstbestimmung beneidet. Deshalb sei es wichtig daran festzuhalten, damit man die Reglen auch in Zukunft selbst bestimmen kann.

Aussenseiter gewinnen Wahlen

Köppel versuchte auch die Frage zu beantworten, warum in vielen Ländern Aussenseiter, wie Donald Trump gewählt werden. Seine Antwort: "Weil die Leute orientierungslos und unzufrieden sind". Brexit, Donald Trump, Masseneinwanderungsinitiative waren nur einige Beispiele. Ein Beweis, dass die Mehrheit damit nicht einverstanden ist, wie es im Moment läuft, sei auch die Tatsache, dass traditionelle Parteien in Österreich und Frankreich abgewählt werden. Die politische Szene rede in einer Sprache, die niemand versteht. "Dann kommt einer wie Donald Trump und redet zum Volk so, dass man ihn versteht." Die Schweiz müsse sich besinnen, was sie starkmacht. Für Köppel ist klar: "Mit dem Ziel, mehr Macht zu bekommen, versuchen Politiker alles, um unser Stimmrecht einzuschränken."

Darüber und über anderen Themen versuchten im Anschluss in einer Fragerunde die beiden Nationalräte Roger Köppel und Roland Rino Büchel Antworten zu geben.

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