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KRIESSERN: Eine Fasnachtsparty der Meisterklasse

Am Samstagabend lud die Musikgesellschaft Kriessern zu ihrer Fasnachtsparty ein. Der bunte Mix aus fasnächtlichem Humor und virtuoser Unterhaltungsmusik begeistert immer wieder.
Das Dreigestirn der Kriessner Fasnacht: Baron, Prinzessin und Heinricha Johann. (Bilder: Max Pflüger)

Das Dreigestirn der Kriessner Fasnacht: Baron, Prinzessin und Heinricha Johann. (Bilder: Max Pflüger)

Einmal mehr überzeugte auch dieses Jahr wieder die Kriessner Fasnachtsparty der Musikgesellschaft. Amüsante Schandschriften und humorvolle Schnitzelbänke, die brillante Büttenrede des Gemeindearbeiters Heinricha Johann, die Kür von Remo Langenegger zum Oberleu 2018 und ein bunter und abwechslungsreicher Strauss von Melodien und Rhythmen mit den Gastgebern.

Und schon früh ging die Post ab. Dafür sorgten grössere und kleinere Gruppen originell kos­tümierter Partybesucher. Eine Gruppe irgendwo entlaufener Häftlinge lud männiglich zu einem Ferienaufenthalt im künftigen Altstätter Gefängnis-Neubau ein. Drei hippe Musiker unterstützten vor dem Bühnenvorhang die Tanzmusik Jackpot auf ihren aufblasbaren Plastikgitarren, eine bunt gemischte Polonaise schlängelte durch das Publikum und heizte so schon vor Partybeginn die Stimmung an.

Singen, schunkeln und tolle Musik

Dann eröffnete die Musikgesellschaft Kriessern unter der Leitung von Norbert Frei das gelungene Fasnachtsprogramm – und das Publikum stimmte mit ein: «Am Rosenmontag bin ich ge­boren . . .». In vielen kleineren Formationen begeisterten die Kriessner Musiker im weiteren Verlauf. Mit dem «Tiger Rag» der Dixiegruppe zum Beispiel. Mit dem «Glockenjodel der bunten Folkloregruppe, mit «Just a Closer Walk with Thee» der Brassband und «Franz der Maurer­gsell» mit einer Oberkrainerband und dem Baron, der als singender Bauarbeiter begeisterte.

Kriessner Pleiten, Pech und Pannen

Hervorragend sind immer wie­-der die Schandschriften und die Schnitzelbänke, mit denen Baron, Prinzessin und Heinricha Johann, vor allem aber auch die drei Kriessner Leue die Pleiten, Pechsträhnen und Pannen der Kriessner der Öffentlichkeit zu Gehör bringen. Lustig, auch für die Besucher, die Leute und Geschichten noch nicht kennen, aber nie verletzend oder unter der Gürtellinie. Etwas vom Besten, das die Rheintaler Fasnacht zu bieten hat.

«Apropos Ski: Kriessern ist neuerdings auch ein Skigebiet. Zumindest gibt es gemäss Kriessner Homepage ein Ski-Motel in Kriessern. Aber wo steht es? Vielleicht hinter dem Sky-Motel?» – «A Divertimento-Show wennd’s gi bsuecha, / drum tond Betscharts online Tickets buecha. / Sie truckid allpott die Enter-Taschta / hond d’Bschtellig schlussendlich suber im Kaschta. / Bir Rechnig hond Betscharts denn leer gschluckt und zellt: / schtatt füf Billett hond’s halt gad oanazwonzg bschtellt.» – «Polizist Marcel Dietsche hat in allen Belangen eine Vorbildfunktion, so auch als Sohn. Wie vereinbart holt er seine liebe Mama um Punkt zehn Uhr am Bahnhof ab. Das Warten hat sich dann etwas hingezogen, denn es gibt ja zweimal zehn Uhr am Tag.» So viel als Müsterchen.

Lange über Mitternacht hinaus feierten die Kriessner nach Programmende und wogten paarweise zu den Klängen der Tanzkapelle Jackpot über die Bühne oder genossen Kaffeespezialitäten und feinen Kuchen in der Kaffeebar.

Oberleu 2018: Remo Langenegger

Höhepunkt der Kriessner Party war auch dieses Jahr wieder die Ernennung einer dorfbekannten Persönlichkeit zum Oberleu. Die Prinzessin und zwei hübsche Majoretten pflückten am Samstagabend einen sichtlich überraschten, aber auch überaus erfreuten Remo Langenegger aus dem Pub­likum und kleideten ihn würdig ein.

In der Laudatio rühmte der Baron den Geehrten als treuen Fasnächtler, der immer und überall mit dabei ist. Als strammer Turner ist er auch Funktionär in der Männerriege des KTV Kriessern. Mit seinem Charme, sagte der Baron, begeistere er auch immer wieder die Damenwelt. Und vor allem zeigt er ein bemerkenswertes Engagement als Festwirt in der Mehrzweckhalle.

Am Samstagabend genoss der frisch ernannte Oberleu das Scheinwerferlicht auf der Bühne und am Sonntag präsentierte er sich am Fasnachtsumzug dem ganzen Dorf.

Max Pflüger

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