Kriessern eindrücklich zurück

Mit einem überzeugenden 22:12-Auswärtssieg schicken die Rheintaler den noch amtierenden Schweizer Meister Freiamt ins vorzeitige Saisonende.

Patrick Dietsche
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Starke Beinarbeit: Marc Dietsche (unten) setzte sich durch. (Bild: dip)

Starke Beinarbeit: Marc Dietsche (unten) setzte sich durch. (Bild: dip)

RINGEN. Lange war die Hierarchie klar: Kriessern, Willisau, Hergiswil und Freiamt kämpfen um den Finaleinzug. Nun hat es die RR Schattdorf geschafft und steht zum erstem Mal in den Playoffs. Dass es von den vier Grossen ausgerechnet Titelverteidiger Freiamt erwischt, war nicht vorauszusehen.

Basis früh gelegt

Freiamt ist zu lange davon ausgegangen, dass man es noch richten würde. Im Kampf gegen die Kriessner wurde aber offensichtlich, dass es an allen Ecken und Enden fehlt. Der Start verlief zwar standesgemäss, denn Leih-Ringer Thomas Wild schaffte bis 57 kg Greco gegen Guillermo Figuero einen 15:0-Überlegenheitssieg, doch danach drehten die Kriessner auf. Jürg Hutter liess bis 130 kg Freistil gegen den äusserst defensiven Manuel Rütter nicht locker, was mit einem Schultersieg belohnt wurde. Bis 61 kg Freistil liess Christoph Wittenwiler beim 16:0 gegen Reto Bürgisser nie Zweifel aufkommen. Ebenso sicher, wenn auch nicht so hoch, gewann bis 97 kg Greco Philipp Hutter gegen Manuel Stierli. Der Kriessner machte dauernd Druck und erkämpfte einen 5:0-Punktesieg. Zäh war es im Kampf bis 65 kg Greco zwischen Manuel Wittenwiler und Christian Huwiler. Beide Ringer waren darauf bedacht, ja keine Punkte abzugeben. Am Ende schaffte Huwiler ein knappes 3:0. Trotzdem lagen die Kriessner zur Pause 11:6 in Führung.

Dietsches nehmen Revanche

Auch nach der Pause gab Kriessern den Ton an. Einen Abnützungskampf lieferten sich bis 86 kg Freistil Sandro Moser und Roman Zurfluh. Zurfluh setzte darauf, dass der Kriessner das Tempo nicht durchhält. Doch Moser war zäh, und so gewann der bessere Freistil-Techniker mit 3:0. Ganz stark war der Auftritt von Marc Dietsche bis 70 kg Freistil gegen Michi Bucher. Vor einem Jahr hatte der Kriessner im Final gegen denselben Gegner keine Chance. Diesmal feierte Dietsche einen deutlichen 10:2-Punktesieg. Auch Damian Dietsches 6:2 gegen seinen Nationaltrainer Andriy Maltsev bis 80 kg Greco war eine Finalrevanche. David Hungerbühler mühte sich bis 74 kg Greco gegen Pascal Strebel redlich, doch der Freiämter nutzte seine körperlichen Vorteile zu einem 15:0. Obwohl der Kriessner Sieg schon feststand, ging Steven Graf bis 74 kg Freistil gegen Jayan Göcmen konzentriert zur Sache. Schnell war klar, dass Göcmen ausser seinem Kampfgeist dem Kriessner nicht viel entgegen zu setzen hatte. Mit einem 15:0-Punktesieg erhöhte Graf auf 22:12 für die Gelb-Schwarzen.