Kriessern besiegt Meister

Mit einem jungen Team und einem beherzten Auftritt gelang der Ringerstaffel Kriessern ein Sieg gegen Titelverteidiger RC Willisau. Der Kampf endete vor 450 Zuschauern 19:18 für die Gäste.

Patrick Dietsche
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Sandro Moser behielt – wie das gesamte Kriessner Team – auch gegen Willisau die Oberhand. (Bild: dip)

Sandro Moser behielt – wie das gesamte Kriessner Team – auch gegen Willisau die Oberhand. (Bild: dip)

Ringen. Obwohl das gutgelaunte Publikum auf die WM-Fahrer beider Teams verzichten musste, boten die beiden jungen Mannschaften tollen Sport. Dass dabei der Gast am Ende das bessere Ende für sich behielt, war aus Kriessner Sicht natürlich um so erfreulicher.

Hutter bezwingt Burkhalter

Der Start in den Match verlief allerdings wenig verheissungsvoll. Bis 55 kg Freistil tat sich Patrick Bättig mit der ungeliebten Stilart schwer und so musste er Stefan Reichmuth einen Sieg durch technische Überlegenheit 6:0 und 6:0 zugestehen. Bedeutend besser setzte sich bis 120 kg Greco Philipp Hutter in Szene. Gegen Willisaus Neuzugang Stephan Burkhalter gelang ihm eine Korrektur der Startniederlage gegen Freiamt. Mit einem knappen 1:0 und 1:1 hielt er den Neo-Willisauer in Schach. Für Thomas Wild lief es dafür nicht nach Wunsch. Auch er musste entgegen seiner Spezialität in der für ihn schwächeren Stilart antreten, und obwohl er die Begegnung bis 60 kg Greco gegen Kurt Bachmann lange offen hielt, verpasste er mit dem 1:3 und 1:1 den Sieg knapp. Auch Mirco Moser fand, wie vor ihm Philipp Hutter, in der BBZ-Halle in Willisau zum Siegen zurück. Er musste zwar bis 96 kg Freistil (wie schon vor Wochenfrist) gegen einen sehr defensiven Gegner antreten, doch fand er gegen Felix Scherrer das geeignete Mittel, die Verteidigung zu knacken. Ein sicherer 3:0- und 2:0-Sieg war Lohn für die harte Arbeit.

Wittenwiler mit starkem Début

Wie Patrick Bättig kam auch Christoph Wittenwiler gegen Willisau zu seinem Saison-Début. Bis 66 kg Freistil boten er und Reto Reichmuth einen unbekümmert geführten und attraktiven Kampf. Am Ende hiess der Sieger mit 5:3 und 11:3 verdientermassen Christoph Wittenwiler.

Mit einem unangenehmen Gegner bekam es Damian Dietsche bis 84 kg Greco zu tun. Murat Argin, der wegen mangelnder Einstellung seinen A-Kaderstatus bei Swiss Wrestling eingebüsst hat, zeigte, dass er trotz dieses Rückstufung noch zu den Besten seines Fachs gehört. Er nutzte den wohl etwas zu grossen Respekt des jungen Dietsche routiniert aus und gewann mit 3:0 und 1:0.

Einen kurzen Auftritt hatte bis 66 kg Greco David Hungerbühler gegen Roger Heiniger. Juniorenmeister Heiniger erwischte den Kriessner kurz nach Beginn mit einem Hüfter, aus dem sich Hungerbühler nicht mehr befreien konnte, und eine Schulter-Niederlage einstecken musste.

Mirco Hutter schafft die Wende

Nach den zwei Niederlagen leitete Sandro Moser bis 84 kg Freistil die Wende zum Guten ein. Gegen den aufsässigen Andreas Reichmuth liess er nichts anbrennen und siegte mit 2:0 und 6:0. Ebenso deutlich hatte Andreas Heeb seinen Gegner Remo Fallegger bis 74 kg Freistil im Griff. Doch der Punkt, den er Fallegger beim 3:1 und 4:0 zugestehen musste, brachte die Willisauer vor dem letzten Kampf mit 17:16 in Front.

Die Vorgabe für Mirco Hutter bis 74 kg Greco war damit klar. Mit einem Sieg, egal in welcher Form, konnte er die zwei Punkte nach Kriessern holen und Hutter machte schnell klar, dass er dies auch umsetzen würde. Mit 6:0 und 6:1 holte er sich den Kampf und damit den Sieg für die Kriessner. Mit den zwei Siegen gegen Mitkonkurrenten um den Finaleinzug, hat Kriessern seine Ambitionen nun wohl definitiv angemeldet.

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