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KOSTENVORANSCHLAGFINANZIERUNGSABSICHTKOSTENVORANSCHLAGKOSTENVORANSCHLAG: Grosses Kulturprojekt in der Endphase

Die Museumsgesellschaft sagt mit 44:0 Stimmen Ja zum Ausbau des Museums und somit auch zu einem neuen Saal für das Diogenes-Theater. Der Theaterverein stimmt am Dienstag ab, die Volksabstimmung findet am 10. Juni statt.
Gert Bruderer
So sieht das neue Diogenes-Theater aus, falls es im Museumsgebäude entstehen kann. (Bilder: pd)

So sieht das neue Diogenes-Theater aus, falls es im Museumsgebäude entstehen kann. (Bilder: pd)

Gert Bruderer

Das letzte Wort hat die Bürgerschaft. Sie entscheidet im Juni, ob die Stadt 2,5 Mio. Franken an die Gesamtkosten von 7,95 Mio. beisteuert (siehe Tabelle) und ob sie die laufenden Betriebskosten mit jährlich 220000 Franken unterstützt. Falls das Volk zustimmt, geschieht dies unter dem Vorbehalt, dass die Finanzierung wunschgemäss klappt und somit auch der Kantonsrat die erwarteten Gelder aus dem Lotteriefonds spricht. Den grössten Anteil haben Museumsgesellschaft und Diogenes selbst aufzutreiben, nämlich fast 3 Mio. Franken. Man sei auf gutem Weg, versicherten an der ausserordentlichen Hauptversammlung der Museumsgesellschaft deren Präsident Paul-Josef Hangartner sowie der ebenfalls anwesende Diogenes- Co-Präsident Michel Bawidamann. Als bisher grösster Beitrag seien gegen 0,8 Mio. Franken von einer grösseren Stiftung bereits in Aussicht gestellt. Ebenso wichtig wie die Beschaffung des Investitionsbetrags ist freilich die Sicherstellung des Betriebs. Falls Altstättens Bürgerschaft im Juni Ja sagt, sieht es diesbezüglich sehr gut aus. Das in jenem Fall noch minimale jährliche Defizit von voraussichtlich ein paar tausend Franken sollte sich dank Sonderausstellungen ausgleichen lassen, denn Sonderausstellungen bringen Sonderbeiträgen vom Amt für Kultur und aus der Kasse der Rheintaler Kulturstiftung.

Mit dem geplanten Grossprojekt wird das Museum Prestegg zu einem Zentrum für Geschichte und Kultur, in dem ein modern ausgerichtetes Museum und ein Kleintheater mit erstklassigem Saal aus dem Nebeneinander einen grossen Nutzen ziehen.

An der Versammlung der Museumsgesellschaft bekam das Projekt viele Vorschusslorbeeren. Ein Stockwerkeigentum komme für das Diogenes-Theater nicht in Frage, beantwortete dessen Co-Präsident Bawidamann eine entsprechende Frage. Auch aus Sicht des Museums wäre das die schlechtere Lösung. Dass das Gebäude verzweigt ist, ist einer der Gründe. Bawidamann sagte, das Ziel des Theaters sei es, einen möglichst grossen Beitrag an die Investitionskosten zu leisten und so den Mietbetrag von jährlich 48000 möglichst stark zu senken. Das Museum verfügt über wenig Barmittel, bringt aber die Liegenschaft ein, hat die Vorfinanzierung geleistet und steuert insgesamt «mehrere hunderttausend Franken» bei, wie Vizepräsident Werner Ritter sagte. Am Ende bleibe «nur die betriebsnotwendige Liquidität».

Dass das Tor zur Gerbergasse dem Projekt zwangsläufig zum Opfer fällt, bedauern manche. Dieses Tor entstand allerdings erst um 1900 und diente der damaligen Brauerei. Im Tor zeugt ein Betonsockel von einem ein-stigen Warenlift. Die Bedeutung des Tors würde ohnehin schon bald geschmälert. Der Fussgängerstreifen über die Gerbergasse wird durch die Polizei nämlich aus Sicherheitsgründen aufgehoben. Eine Verfügung soll bereits vorliegen.

Ausbau7,3 Mio.

Einrichtung Museum0,49 Mio.

Einrichtung Diogenes0,16 Mio. Total 7,95 Mio.

Beitrag Stadt 2,5 Mio.

Beitrag Kanton2,5 Mio.

Museum und Diogenes 2,95 Mio.

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