Konzert barocken Wohlklanges

Musik und Gesang auf hohem Niveau begeisterte am Sonntagabend die zahlreichen Besucherinnen und Besucher des Concertino Rheintal in der Pfarrkirche Montlingen.

Rösli Zeller
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Montlingen. Das Concertino Rheintal unter der Leitung von René Häfelfinger war einmal mehr Gast in der wunderschönen Kirche mit der phantastischen Akustik. Das Programm beinhaltete ausschliesslich Werke barocker Musiker. Es ist Musik, die aus längst vergangenen Tagen stammt, und doch so zeitgemäss ist. Es ist, wie die Darbietungen aufzuzeigen vermochten, Musik, die nicht an eine Zeit gebunden ist, die Jahrhunderte überdauert hat und auch noch kommende Generationen ansprechen, faszinieren wird und zu Ruhe und Gelassenheit führt. Die Virtuosität der Musikerinnen und Musiker liess die Zuhörerschaft nicht nur staunen, sondern auch zu wahren Beifallsstürmen hinreissen.

Weltliche und geistliche Musik

Zur Einstimmung gelangte das Concerto f-Moll für Streicher und Basso Continuo (BC) von F. Durante zur Aufführung. Bei diesem Werk taucht unweigerlich der Gedanke an das zarte, fliessende, bisweilen stürmische Frühlingserwachen auf. Die arrivierte Konzert-, Oratorien- und Liedsängerin Angela Göldi vermochte mit ihrer Alt-Stimme das Salve Regina von G. B. Pergolesi in betörender Klangschönheit zur Entfaltung zu bringen. Der stürmische Beifall brachte Freude und grosse Dankbarkeit zum Ausdruck. Packend wurde auch das Concerto g-Moll für Streicher und BC von E. F. Dall-Abaco aufgeführt. M. A. Charpentiers «Pour un Reposoir» vermochte die Zuhörerinnen und Zuhörer ebenfalls zu packen.

Der Blockflöten-Virtuose

Das Highlight des knapp eineinhalbstündigen Konzerts bildete zweifelsohne das Concerto G-Dur für Blockflöte, Streicher und BC von J. J. Naudot. Gefühlvoll und mit einer unwahrscheinlich prächtigen Klangfülle vermochte Hanspeter Küng, der Blockflöten-Virtuose, mit diesem Werk ein spezielles Glanzlicht zu setzen. Mit dem kaum enden wollenden Applaus wurde grosse Begeisterung und Dankbarkeit ausgedrückt. Als krönender, beschwingter Abschluss folgte das Concerto C-Dur RV 115 für Streicher und BC von A. Vivaldi. Doch die hell entzückten und total begeisterten Konzertbesucher verlangten stürmisch eine Zugabe, die auch geboten wurde.

René Häfelfinger ist es gelungen, mit diesem Konzert in die Welt der Musik zu entführen.

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