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Konkordia übergab Frühlingsgrüsse

Einen Frühlingsstrauss zündender Melodien hat die Musikgesellschaft Konkordia Widnau bei der Sonntagsmatinee offeriert. Das Publikum im vollbesetzten Widebaumsaal hatte das Kommen nicht zu bereuen, das gebotene musikalische Niveau überzeugte.
Gernot Grabher
Der grosse Klangkörper der Musikgesellschaft Konkordia Widnau zeigte beim Frühjahrskonzert sein reifes Können. (Bild: Gernot Grabher)

Der grosse Klangkörper der Musikgesellschaft Konkordia Widnau zeigte beim Frühjahrskonzert sein reifes Können. (Bild: Gernot Grabher)

WIDNAU. Bereits beim Einstimmen der Instrumente stieg merklich die Spannung der Zuhörer, hatte sich der Verein bei der Wahl der Stücke doch vielfach auf Neuland gewagt. Besonders «La Quintessenza» des holländischen Komponisten Johan De Meij war eine Herausforderung, die aber trotz der Schwierigkeitsstufen in allen Registern bestens gemeistert wurde. «Der Stapellauf mit dem gänzlich neuen Programm ist komplett gelungen, das Schiff schwimmt», sagte Dirigent Thomas Wieser, Profikapellmeister aus dem Allgäu, nach der Aufführung bildhaft.

Schwieriges Stück

«La Quintessenza» klingt zwar für eidgenössische Ohren nicht gerade blasmusiktypisch, der Sprachduktus des niederländischen Komponisten ist in Abschnitten durchzuhören. Seit Jahresanfang probt die Widnauer Konkordia das nun erstmals öffentlich aufgeführte Stück, das an alle Register des Klangkörpers hohe Anforderungen stellt.

Die Widnauer wollen heuer mit «La Quintessanza» als Selbstwahlstück beim Eidgenössischen Blasmusikfest in Montreux antreten und damit die höchste Leistungsstufe 10 erwerben. Die Noten des Pflichtstückes für den Bewerb, «La Corrida de Torros», eine Auftragskomposition des bekannten Schweizers Mario Bürki, hält man erst seit einigen Tagen in Händen und sieht sich nun vor der Doppelbelastung, ein zweites Stück wettbewerbsreif einzuüben.

Eine Hand für das Proben des Pflichtstückes hat sich aber das grosse Orchester mit 28 Damen und 32 Herren in den Reihen bereits freigespielt, wie die Aufführung zeigte. Dirigent Wieser kann über ausgeglichene Register vom Holz über die Blechbläser bis zu den Schlagwerkern verfügen, die auch Herausforderungen mit hoher Konzentration annehmen können. Besonders ausgearbeitet erklangen die Tempi- und Volumenwechsel von hauchzarten Pianos bis da und dort gefordertem Fortissimo. Nicht minder ambitioniert wurden auch die weiteren Programmstücke musiziert. Der Marsch «Salut to Moscow», der kraft- und schwungvolle Einsätze fordert, wurde als Eröffnungsstück geboten und stimmte das Publikum in die Dynamik ein. Als eine Annäherung an Mario Bürki, den Komponisten des Wettbewerbsstückes, waren «La Basilica di San Marco» und «Heaven's Glory» zu verstehen. Vor allem das venezianische Tongemälde mit den durchziehenden Glockenklängen des Campanile wurden von der Konkordia eindrucksvoll wiedergegeben. Das Publikum spendete begeistert Beifall und erzwang zwei Zugaben. So recht in ihrem Element waren die Widnauer Musikanten beim Basler Abschiedsmarsch herkömmlicher Art, der hörbar ein «Heimspiel» war.

Nachwuchs ausgebildet

Angst um die Zukunft ihrer Blasmusik müssen die Widnauer nicht haben, wie sich aus den Darbietungen der Jugendgruppe hören liess, die Dirigent Raphael Rebholz vorstellte. Die Melodien aus den Federn von John Williams bis zu Stevie Wonder wurden von den Jugendlichen mit Talent und Ambition dargeboten. Präsident Siegfried Wiederkehr blieb übrig, sich für das saalfüllende Kommen der Blasmusikgemeinde herzlich zu bedanken. Er lobte auch die Treue, mit der viele Sponsoren das finanzielle Überleben des Vereins ermöglichen. Sein besonderer Dank galt Josef Frei, der einer der engagiertesten Unterstützer der Widnauer Musikanten ist.

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