Kompakte Liechtensteiner besiegen die Rheininsler

Diepoldsau-Schmitter verlor auswärts in Balzers mit 0:1. Die Gäste konnten die kompakten Balzner aus dem Spiel heraus nicht ernsthaft gefährden.

Roland Stähli
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Diepoldsau sah sich durch die aufsässige Spielweise der Platzherren unter Druck gesetzt und brauchte einige Zeit, um ins Spiel zu finden und die ersten Angriffe aufzubauen. Mit weiten Zuspielen versuchten die Gäste, das Mittelfeld zu überbrücken. Weil die Stürmer aber zu isoliert vorne standen und die Pässe meist zu ungenau gerieten, kam nie wirklich Gefahr vor dem Balzner Tor auf. Kamen die Zuspiele einmal an, bekundeten die Rheininsler Unvermögen im Abschluss.

So konnte Callaci in der achten Minute nach einem Steilpass von Lakna auf das gegnerische Tor ziehen, sein Schuss konnte von einem Verteidiger aber noch in den Corner abgelenkt werden.

Nur mit Standards gefährlich

Balzers hingegen versuchte immer wieder mit schnellem Direktspiel seine agilen Stürmer frei zu spielen. In der 17. Minute wurde Marjanovic bei einem Konter lanciert und schoss nur knapp neben das Tor.

Zwei Minuten später ging diese Taktik auf: Marjanovic fand eine Lücke in der Diepoldsauer Abwehr und setzte Beck mustergültig steil ein. Dieser versenkte den Ball mit einem satten Schuss in die linke Torecke. Auch nach dem Rückstand hielt Diepoldsau an seinem Konzept mit weiten Bällen auf die Stürmer fest. Aber nur mit Standards gelang es der Hafner-Elf, den gegnerischen Torhüter zu beunruhigen.

Nach einer halben Stunde setzte Katavic einen Kopfball nach Freistossflanke von Vecevic knapp über das Tor. Wenige Minuten später stieg Keel nach einem Freistoss von Philipp Meyer im Strafraum am höchsten und köpfte das Leder an die Querlatte. Mit einer konsequenteren Chancenauswertung und mehr Glück wäre ein Unentschieden zur Pause möglich gewesen.

Fehlende Durchschlagskraft

In der zweiten Halbzeit war Diepoldsau bemüht, kam aber aus dem Spiel zu keinen zwingenden Chancen. Kreative Impulse der Gäste waren nicht auszumachen. Ihre Offensivkräfte waren daher nicht in der Lage, die robuste und sicher stehende Liechtensteiner Verteidigung in Bedrängnis zu bringen. Die einzige Möglichkeit zum Ausgleich hatten die Rheininsler in der 60. Minute.

Paglianiti setzte – notabene nach einer Freistossflanke – den Ball aus kurzer Distanz über das Tor. Das routiniert aufspielende Balzers begnügte sich damit, den Vorsprung zu sichern und brachte die drei Punkte sicher über die Zeit.