Können Reserven neu aufsteigen?

FAUSTBALL. Auf die Hallensaison 2012/13 hin wird ein neuer Modus in Erwägung gezogen. Die Nationalliga B soll in zwei Gruppen je sechs Mannschaften umfassen, wobei Zweit-Mannschaften von NLA-Teams zugelassen wären. Die Tagung der Nationalligavereine empfiehlt diese Änderung.

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FAUSTBALL. Auf die Hallensaison 2012/13 hin wird ein neuer Modus in Erwägung gezogen. Die Nationalliga B soll in zwei Gruppen je sechs Mannschaften umfassen, wobei Zweit-Mannschaften von NLA-Teams zugelassen wären. Die Tagung der Nationalligavereine empfiehlt diese Änderung. Der definitive Entscheid fällt jedoch erst an der Sitzung des Zentralvorstandes am 9. Dezember.

Bisher kein NL-Aufstieg

In den letzten Jahren konnten Reserveteams wohl Ostschweizer Erstligameister werden oder eine der Medaillen gewinnen, aber nicht aufsteigen. Da in der Wintermeisterschaft bloss eine Mannschaft pro Verein in den beiden Nationalligen spielen durfte.

Denn in der Halle wurde die Nationalliga im Gegensatz zur Feldmeisterschaft nicht mit 27 Mannschaften (neun NLA-Teams und zwei NLB-Neunergruppen) sondern nur mit insgesamt 14 Equipen (sechs NLA und acht NLB) geführt.

Osten erneut benachteiligt?

Wird die Empfehlung der Nationalliga-Vereine angenommen, könnten vier Mannschaften aus den vier Erstligagruppen zusätzlich aufsteigen. Details zum Auf-/Abstiegsprozedere werden dann zu weiteren Abklärungen zwingen. Dabei muss jedoch ein weiteres Mal befürchtet werden, dass der Osten mit den beiden Erstligagruppen TG/SAP (St. Gallen/Appenzell) und ZH/SH trotz der weit grösseren Anzahl gemeldeter Mannschaften zum «Schutze des Westens» (wie von zuständiger Seite betont wird) erneut zurückstehen muss. Diesen Sommer durften auf Geheiss des Zentralvorstandes beispielsweise drei West- und nur zwei Ostvereine in die Nationalliga B aufsteigen. Eine unerklärliche Benachteiligung.

Entscheid Rebstein hängig

Diesbezüglich sind die Diskussionen aber noch nicht endgültig abgeschlossen und der TV Rebstein (Dritter der Entscheidung im Osten) hofft, am Grünen Tisch den Aufstieg doch noch zu schaffen. Im Moment stellt der Osten 16 der insgesamt 27 Nationalligateams, was die ganze Angelegenheit schwer verständlich macht. Ist der Zentralvorstand diesmal bereit, der Tatsache Rechnung zu tragen, dass von den 14 Mannschaften der beiden Nationalligen in der bisher nicht beeinflussbaren Hallenmeisterschaft sogar deren zehn aus dem Osten stammen. Das sind alle sechs NLA-Mannschaften sowie die Hälfte der Nationalliga-B-Teams. (cas)